#63 Gabor Koos – „Es ist genauso BEB und die Krone kostet dann auch 700 Euro“
Shownotes
„Man macht eine Tür auf und dann sind da die nächsten paar Türen“, sagt Gabor Koos. Und wenn man dem Zahntechniker und Unternehmer aus Hamburg zuhört, dann beschreibt dieses Bild treffend die Eigendynamik seines beruflichen Wegs: vom Gesellen in Hamburg über den Trainer in Singapur bis zum global tätigen Unternehmer und Geschäftsführer von Novadent. Zu seinem Portfolio gehören Dentallabore in Hamburg, München und Manila, Geräte und Materialien für Labore sowie gefragte Fortbildungskurse für Zahntechniker und Zahnärzte. Immer folgte aus dem einen das andere. Gabor Koos denkt global und vernetzt – und wenn er auf Hürden trifft, findet er Lösungen, auch wenn es mühsam wird. Warum es sein Unternehmen ohne den Mauerfall nicht geben würde, wie es ihm gelingt, seine Qualitätsansprüche zu halten und Fachkräfte zu beschäftigen und warum für den Preis nicht entscheidend ist, in welchem seiner Labore eine Arbeit gefertigt wird, darüber spricht Gabor Koos im Podcast.
SHOWNOTES
• Kontakt zu Gabor Koos über novadent.de
• Newsletter von Quintessenz – kostenlos abonnieren
• „QZ – Quintessenz Zahntechnik“ – kostenloses Probeheft oder Abo bestellen
Schreibt uns gerne, wie es Euch gefallen hat! Für Feedback, Vorschläge oder Fragen, erreicht Ihr uns per Mail an podcast@quintessenz.de und natürlich bei Instagram oder Facebook.
Hinweis: Dieser Podcast kann Werbung enthalten. Beginn und Ende der Werbung sind durch einen speziellen Jingle gekennzeichnet.
Transkript anzeigen
00:00:03: Also ohne die neuen Bundesländer, ohne diese extreme Nachfrage glaube ich nicht dass es das Unternehmen heute geben würde.
00:00:11: Und es war auch nicht so, dass ich ein Labor hatte und gesagt habe also ich will meine Produktion ins Ausland verlegen sondern ich hatte ja gar keine Produktion hier.
00:00:20: Ich hab ja gleich mit dem Ausland angefangen.
00:00:24: Das ist kein hohes Versprechen.
00:00:26: deshalb weil das Labor genauso wie mein Labor in Hamburg von mir halt geführt wird.
00:00:32: Das heißt, ich stelle sicher die Qualität in dem ich das richtige Material nehme.
00:00:38: Das Material ist noch lange nicht alles, dass sich die richtige Ausbildung zur Verfügung stellt für die Menschen, die mit dem Material arbeiten.
00:00:46: Also letztendlich steht erstmal der Mensch im Vordergrund und die Frage ist wie gut es da ausgebildet?
00:00:51: Welche Expertise bringt er überhaupt mit?
00:01:03: Dan ist studierter Zahntechniker und langjähriger Fachjournalist.
00:01:07: Seine Gäste sind Zahn-Technikerinnen und Zahntechniker, die bei ihm erzählen warum sie für ihren Beruf brennen was sie inspiriert und was sie anders machen.
00:01:19: Lasst euch anstecken!
00:01:22: Hallo und herzlich willkommen zu Dental App Inside.
00:01:25: Ich bin Dan Krammer und spreche in jeder Folge mit einer Zahntechnikerin oder einem Zahintechniker über deren Herausforderungen mutige Entscheidungen und die Liebe zum Handwerk und Beruf.
00:01:34: Mein heutiger Gast sollte eigentlich schon längst einmal Gast in diesem Podcast gewesen sein, den die Idee stammt tatsächlich vom Mitwinter-Meeting in Chicago im Jahr twenty-zweiundzwanzig.
00:01:44: Dort habe ich ihn kennengelernt – dort wurde er mir vorgestellt!
00:01:47: Von keinem anderen als von Jan Schühnemann, Gast bei Dentalab Inside in Episode neunzehn.
00:01:52: Die Rede ist von Gabo Koos, Zahntechniker, Geschäftsmann und CEO von NovaDent, einem ruhigen fast schon bescheiden wirkenden Mann, den ich so niemals hinter seiner Geschichte erwartet hätte….
00:02:03: Doch welche Geschichte?
00:02:05: Seine Geschichte bildet sich in Novident.
00:02:07: Dabei handelte es sich um eine Marke unter der zwei Dental-Laborere in Deutschland, nämlich Hamburg und München aber auch ein Großlabor in Manila betrieben werden – und das seit dreißig Jahren!
00:02:18: Zudem bietet Novident Materialien und Geräte für Dental & Praxis-Labore.
00:02:22: Produkte die anfänglich dafür gedacht waren den eigenen Laborzwecken zu dienen sind heute zu einer starken Eigenmarke herangreift.
00:02:30: Das Portfolio umfasst Geräte und Materialien für die Analogen- und Digitale Zahntechnik.
00:02:34: Und kann im Direktvertrieb, also ohne Zwischenhändler, im Nova-Dent-Webshop erworben werden.
00:02:39: Und das alles unter der Feder von Gabor!
00:02:42: Ihr seht – diese Geschichte bietet einigen Gesprächsstoffe.
00:02:45: Doch wer ist dieser Gabor-Cos?
00:02:47: Woher kommt er?
00:02:48: Was hat ihn angetrieben und motiviert ihn heute?
00:02:50: Wie zum Teufel wird man vom Zahntechniker gesellen zum globalen Unternehmer?
00:02:54: All das gilt es in dieser Episode von Dental App Incide zu erkründen.
00:02:57: Daher Ohne Umschweife
00:03:03: Ja, hallo Dan!
00:03:05: Erst mal vielen Dank für die schöne Einladung und wie du auch anmoderiert hast.
00:03:10: Es ist erschreckend, es ist schon wieder vier Jahre her und wir haben jetzt wieder Chicago mit Winter Meeting.
00:03:15: dieses Jahr bin ich leider nicht vor Ort aber dafür haben wir einmal ein anderes schönes Event nämlich mit dir dabei sein zu dürfen in deiner Reihe Lab Inside.
00:03:27: Ich wollte gerade sagen also zum glück bist du nicht in chicago und stehst jetzt für diesen lange überreifen podcast zur verfügung denn ich finde es einfach super cool dass wir es jetzt endlich geschafft haben.
00:03:39: Und wie eben diese diesen man hinter dieser unfassbar spannenden geschichte mal so ein bisschen ans licht holen.
00:03:48: Sorry, wenn ich gleich damit einsteigen muss.
00:03:50: Aber ich muss es tun vom Gesellen zum globalen Unternehmen.
00:03:53: Das hat ja schon so einen Bums dieser Aussage.
00:03:56: Wie kam es dazu?
00:03:57: Da muss sich eigentlich fast vierzig Jahre ausholen.
00:04:01: Die Zeit fliegt.
00:04:03: Es geht alles über eine Eigendynamik.
00:04:07: Ich war damals Zahntechniker in Hamburg und habe für eine kleine Gruppe von Genatologen gearbeitet die für diese Axiocompenarbeiten gemacht hatten und hatte dadurch einen Zugang in ein Praxislaborer, die wiederum einen Kontakt hatten zu einem Hamburger Start-up, den ein Labor in Singapur betrieben hat.
00:04:29: Und zur damaligen Zeit war so ... Die Krankenkassengesetze änderten sich, Blumenbuhmen
00:04:35: etc.,
00:04:37: es war ein einziges Geholze Tag und Nacht Privatarbeiten, beziehungsweise wurden zunehmend weniger gemacht auch noch in Deutschland.
00:04:50: Und ich hatte dann irgendwie gedacht also so kann es nicht weitergehen.
00:04:54: vielleicht ist es eine Möglichkeit ins Ausland zu gehen weil ich hatte einen Zugang eben halt über dieses Labor bekommen.
00:05:01: Ich hätte gesehen dass es ein deutsches Labor an Singapur gibt und ich hatte mich dann gefragt ja warum Warum tust du dir das an?
00:05:08: Vielleicht macht auch mal eine Weltreise oder irgendwas.
00:05:10: Und zieh einfach mal los in die Welt und guck mir über den Tellerrand, vielleicht kann ich aber anders als Zahntechniker arbeiten.
00:05:16: Also es war nicht irgendwie ein Plan mit mich selbstständig zu machen.
00:05:21: Einfach mal was anderes zu erleben.
00:05:23: Und dann habe ich gekündigt bin nach Asien geflogen ... hatte mein Handwerkszeug mitgenommen, ... ... meine Modellierinstrumente.
00:05:33: Mein Axio Compton, meinen Sam Articulator,... ... ein paar Modelle und ein paar Schauarbeiten... ... kam dann in Singapur an und drei Stunden später sich die Tür an die Tür klopfen.
00:05:44: Ich hatte auch keinen Termin.
00:05:45: Ich habe gesagt Hallo ich bin der, der die Probearbeit mal gemacht hat für euch,... ... war ich dann eingestellt als Trainer.
00:05:51: So ging es erst einmal los vor knapp vierzig Jahren.
00:05:54: Wahnsinn!
00:05:56: Und dann war ich zuständig für die Ausbildung, sagen wir mal Octosala Kompass.
00:06:04: Es gibt ja in Asien keine duale Ausbildung wie es in Deutschland gibt.
00:06:09: Es ist ähnlich wie bei den Amerikanern, innerhalb von einem Jahr wird alles ein bisschen angerissen und jeder arbeitet dann in dem Bereich weiter wo er angelernt wurde.
00:06:22: Ich habe dann eine Abteilung zugewiesen bekommen, da ging das eben auch um die Kaufflächen und Wachsarbeiten.
00:06:28: Und dort war ich für das Thema zuständig.
00:06:33: Ich hatte meistens so ein Projekt drei Monate im Labor.
00:06:37: Dann durften wir erst mal ein bisschen üben, da bin ich drei Monate später wiedergekommen.
00:06:40: So ähnlich war es auch in anderen Abteilungen.
00:06:42: Dort waren dann Amerikaner, Kanadier, Franzosen, die diese Abteilion geleitet hatten die sich nach ein paar Jahren dann alle abgespalten haben von diesem deutschen Labor und sich selbstständig gemacht haben.
00:06:57: Und bei mir war es denn so, nach zwei Jahren wir haben uns dann irgendwann gesagt also wir waren auch nicht ganz zufrieden mit der Philosophie von diesem Labor.
00:07:05: das ging etwas mehr in die super preiswerte Richtung.
00:07:08: Wir wollten eine höhere Qualität herstellen.
00:07:13: Vielleicht kann ich das selber machen, vielleicht kann ich nach Deutschland gehen und das einfach mal probieren.
00:07:18: Und dass selber machen.
00:07:19: Das war dann... ...und neunzehundert- ochtenundachtzig.
00:07:23: Ich bin zurückgegangen.
00:07:25: Meine Kollegen hatten sich abgestalten.
00:07:27: Einer waren Franzose ein begnadeter Zahntechniker über den ich später Gerard Übersee kennenlärmte weil die beiden hatten schon Kontakt.
00:07:38: Damals muss man sich das so vorstellen, Handy gab es nicht Also mobil.
00:07:43: Es war alles noch, wenn überhaupt mit Fax gerät und Werbung ging ja nicht über Social Media wie heutzutage sondern ich habe mir noch überlegt okay wie will ich das?
00:07:54: Wie will ich es überhaupt vermarkten?
00:07:56: oder wie will Ich das anbieten?
00:07:57: Ich hab dann Zahnärzte angesprochen mit denen ich gearbeitet hatte aus dem gewerblichen Labor heraus die dann mich auch übrigens arbeiten geschickt haben.
00:08:05: muss ich auch dazu sagen Das waren eigentlich die einzigen Und ich habe dann versucht ... über ein klassisches Mailing, ich hatte auch vom Computer keine Ahnung.
00:08:14: Ich habe mir dann den ersten zwei, sechsen, achtzig Computer gekauft mit DOS... ... hab' dann so einen Mailing kreiert und noch eine Klebezunge gehabt und tausend Briefe gefaltet bei mir in der Wohnung auf dem Fußboden.
00:08:27: Und hat das dann versendet?
00:08:30: Ja, und das war, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern.
00:08:32: Ich hätte ja nur einen Anruf beantworten, das Ganze aus der Wohnung heraus, also einen kleinen Peeper wie im Krankenhaus Und immer, wenn ich unterwegs war und das Ding piepte sofort zack zur nächsten Telefonzelle.
00:08:44: Erst mal gucken, wer hat angerufen?
00:08:46: Könnte ja ein Kunde sein.
00:08:47: War dann aber leider nicht so oder was Belangloses.
00:08:52: So war es dann.
00:08:53: Ich habe gesagt okay gut mit den Mailings, das klappt nicht, dann machen wir das anders.
00:08:57: Dann gehe ich selber klinken putzen.
00:09:00: Dann habe ich alle die ich angeschrieben hab in Hamburg einzeln besucht.
00:09:05: Das war dann auch eine ganz spezielle Erfahrung von, nee haben wir schon oder wollen sie noch einen Stempel haben.
00:09:12: Oder Singapurdi das kann doch gar nicht sein.
00:09:15: Also es stellte sich auch als extrem schwierig raus aber war auch ein super Erfahrungen muss ich mal sagen.
00:09:21: und dann ging mir auch einmalig das Geld aus.
00:09:23: und dann kam eine Sache wo ich extrem Glück hatte.
00:09:26: die Mauer fiel.
00:09:28: Das waren eigentlich die Initialzündung und durch den Mauerfall war's ja so dass es eine extrem hohe Nachfrage gab in den neuen Bundesländern nach Zahnersatz, natürlich für einen anderen Preis.
00:09:42: Die
00:09:43: Deutschen oder die alten Bundesländer hatten natürlich keine Lust weil sie selber voll waren für diesen Preis für die neuen Bundes Länder zu arbeiten.
00:09:53: und das war für mich die riesen Chance denn ich kam über einen Kontakt von einem Hamburger Kaufmann an eine Polyklinik in Dresden Und das war wirklich die Initialzündung.
00:10:07: Ich bin dann mit dem Herrn nach Dresden gefahren, habe die Zahnärzte aufgeklärt wie eine Kombiarbeit überhaupt funktioniert.
00:10:16: Das war also wirklich so auf Augenhöhe oder die mussten eigentlich geguided werden und das war eigentlich ne ganz tolle Beziehungen mit diesen Zahnerzen und die meisten von denen jetzt sind sie allmählich alle im Ruhestand sind dann auch dreißig Jahre bei der Stange geblieben muss ich sagen.
00:10:35: Cool!
00:10:36: Und ja, so hat sich das wie gesagt langsam entwickelt.
00:10:40: also ohne die neuen Bundesländer, ohne diese extreme Nachfrage glaube ich nicht dass es das Unternehmen heute geben würde.
00:10:48: Wahnsinn!
00:10:48: Es war auch nicht so, dass ich ein Labor hatte, was ich gesagt habe als ich will meine Produktion ins Ausland verlegen sondern ich hatte ja gar keine Produktion hier.
00:10:58: Ich hab ja gleich mit dem Ausland angefangen.
00:11:00: Gestartet?
00:11:01: Ja
00:11:02: Und ja, dann ging das halt weiter.
00:11:05: Dann habe ich in Mecklenburg-Vorpormann alle abgefahren und da hab' ich noch bei den Zahnärzten übernachtet.
00:11:10: Da war die Infrastruktur so schlecht es gab kein Handy, es gab keine richtigen Karten... Das war also wirklich Wildwest!
00:11:17: Ich möchte die Zeit nicht missen, war eine ganz tolle Zeit und so ging's halt los.
00:11:24: Nach einem Jahr war es so dass meine beiden Kollegen in Singapur so ... gefüllt hatte, die Laboratorien.
00:11:32: Die hatten glaube ich jeder vierzig Techniker... ...die waren voll und es langte nicht mehr.
00:11:37: Ich kam mit der Produktion nicht hinterher also... ...ich wurde wäschekorbweise habe ich die Arbeiten abgeholt.
00:11:42: von so einer Tour,... ...wurde dann alle drei Wochen gefahren, die Termine extrem lang.
00:11:49: Das war halt so.
00:11:51: Ja klar muss ja dann irgendwann... Kompromiss her, weil die müssen ja nach Singapur gebracht werden und dann wieder zurück.
00:11:58: Genau!
00:11:59: Und ich hatte das damals noch nicht mal so... es war nicht so professionell wie heute dass man mit der Airline das schickt sondern ich hatte um die Ecke so ein Kiosk und die hatten da ähnlich wie DHL einige hatten, sie EMS und haben wir das noch eingepackt und so verschickt natürlich als es nachher in den Achtzig-Techniker waren insgesamt die gearbeitet hatten, da haben wir es auch direkt gemacht Aber alles hat sich eben halt entwickelt.
00:12:25: Ging ja nicht so von heute auf morgen.
00:12:27: Ja, das hört sich auch nie wirklich so an als wäre es irgendwas in Schoß gefallen, sondern das hört dich nach richtig, richtig Arbeit an.
00:12:32: und muss ich auch sagen an der Stelle mal also Respekt dass du da wirklich das Sitzfleisch hattest oder auch die Nerven bewahren hast und das alles in Kauf genommen hast weil das hört mich wirklich für mich wie ein Explorer irgendwie, der da in See sticht.
00:12:46: und was ganz Neues da angeht
00:12:49: Ja, aber da muss ich auch sagen, man muss doch zum richtigen Moment da sein und die Infrastruktur haben.
00:12:55: Und dann ging das eben stramm weiter dass ich irgendwann gesagt habe in Singapur die Löhne waren auch recht hoch Die Preise in den neuen Bundesländern war niedriger als in den alten Bundesländern und Kapazitäten Fachkräfte waren auch in Singarpur begrenzt.
00:13:12: Da war das damals schon so.
00:13:13: und dann habe ich einen Kontakt bekommen.
00:13:15: Ich bin dann hier zur Handelskammer, wer macht den noch Zahnersatz?
00:13:18: Und dann gab es ein Pionier Jerry Dovia die Firma Inter.
00:13:21: Denn das war einer der ersten, der das überhaupt gemacht hat.
00:13:24: Noch vor dem Labor in Singapur.
00:13:26: Der hatte einen Riesenlabor im Manila.
00:13:29: Und dann hab ich gesagt okay da muss ich hin.
00:13:31: Bin dann auch einfach hingeflogen an die Tür geklappt wie das so ist.
00:13:35: Er hat Hallo!
00:13:36: Ich bin der und ich hab'n Labor... ...und da gab's doch noch ein zweites großes Labor aus Lübeck vielen bekannt heutzutage, damals die Firma Interradent.
00:13:47: Und dann lernte ich Geridowir kennen und ich baute das dann weiter aus.
00:13:53: Das Problem war so ein bisschen die Überwachung der Qualität im Ausland also mit den Kollegen, mit denen ich in Singapur gearbeitet hatte.
00:14:02: Die kannten mich, die wussten wie ich tickle was ich haben wollte.
00:14:06: Der Amerikaner komplett oder amerikanische Zahntechnik komplett anders Als wir das kennen, in Amerika ist es so.
00:14:15: Da werden die Zahntechniker auch innerhalb eines Jahres angelernt.
00:14:20: Jerry Dovjak war der große Verfechter von PTC.
00:14:23: Ich weiß nicht, ob Sie das viele kennen in Deutschland?
00:14:25: Das ist also ein System.
00:14:27: Mach erst eins zwei drei sehr systematisch und dann kommst du zur Krone.
00:14:33: Und so war das bei ihm.
00:14:35: Er hatte dann welche, die haben nur aufgetragen und andere haben nur geschliffen.
00:14:41: Glasiert und übrigens ist es so meistens noch in Asien diese Technik.
00:14:46: Fließband-Zahntechnik?
00:14:47: Ist eine völlig andere Zahntechnik als wie wir sie kennen oder auch, wie wir Sie bei uns herstellen.
00:14:53: Und ich hatte dann versucht... Ich habe da ein Hamburger Kollegen darunter gebracht, konnte natürlich für die Qualität um die Qualitätszusichern.
00:15:03: aber am Ende des Tages hat man wenn man einen Labor nicht selber besitzt nicht den richtigen Einfluss, aber was verarbeitet wird und zweitens mal wie es dann auch gemacht werden soll.
00:15:14: Und das hat mich dann animiert irgendwann zu sagen, pass auf ich mache das ganz alleine, ich brauche kein Fremdlabor.
00:15:21: Das ist der Grund warum ich dann in Manila einen eignis von twohundneinzig bis vierneinzig dass ich früher erkannt habe Ich muss ein eigenes Labor haben
00:15:33: um dann dein Anspruch gerecht zu werden.
00:15:35: Man hat keinen Einfluss und es kommt kaum bei denen, wenn man in ein Fremdlabour schickt.
00:15:40: Es kann auch gut sein sobald ein anderer Kunde kommt und vielleicht mehr Zeit und interessanter ist steht man hinten an.
00:15:47: das ist oft so muss nicht immer so sein aber es ist oftso Und diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.
00:15:55: dann nachher letztendlich sogar bei allen drei Laboren geht dann doch irgendwie um die Wirtschaftlichkeit Und das war dann für mich ganz klar, ich habe gesagt du musst jetzt hier selber was machen.
00:16:06: Ich hatte ja die Erfahrung und schlussendlich hat sich so entwickelt dass die beiden aus Manila, die ihr Labor hatten, haben das geschlossen sind zu mir gekommen.
00:16:19: wir hätten auch Schwierigkeiten in Manila an waren.
00:16:22: eine andere Geschichte würde ich jetzt so weit ausholen.
00:16:25: mit dem Herrn Giese arbeite ich heute noch zusammen.
00:16:29: im Grunde genommen kennen wir uns vierzig Jahre.
00:16:31: Nein, da gibt es ja voll die International Community.
00:16:33: ist das echt verrückt?
00:16:35: und so kam sie zu deinem Labor in Manila?
00:16:37: Genau!
00:16:37: Und dann kommt die Jungen vor zum Kind hat das eine eigene Name bekommen und dann hatte ich das Labor an.
00:16:42: Manilas war natürlich auch nicht ganz einfach.
00:16:44: es waren Kavolabor wie die Zahnfabrik Bad Nohr haben was eigentlich die Bundesregierung bezahlt hatte.
00:16:51: mal Da war der Amerikaner drin.
00:16:53: Das war dann ziemlich runtergeritten nach einigen Jahren, das wurde mir dann vermietet als High-End-Labor und ich stellte dann fest, als ich die Absauger angeworfen habe, dass gar kein Motor drin war.
00:17:04: Es war also auch nicht der beste Ideal aber ich hatte eben halt gleich eine Basis.
00:17:09: Das waren eigentlich die Hauptsache.
00:17:11: Und ich hatte Zahntechniker, die schon länger kannten.
00:17:17: welche, die ich eben nach Manila gebracht hatte zu Jerry Dovjak und die aus Singapur.
00:17:21: Und das ist entscheidend.
00:17:22: Man muss erst mal einen Core haben.
00:17:24: Wenn man von Null anfängt ohne Core es ist ja doppelt schwer.
00:17:27: Das ist auch aus der Story rauszuhören.
00:17:29: Das hat dich dann letztendlich dazu bewogen den und den Schritt wiederzugehen weil du gemerkt hast Du hast nicht die richtigen Vertrauensleute oder nicht die Richtigen Ansprechpartnern da vor Ort.
00:17:38: Ohne die geht's halt nicht.
00:17:40: So ist es!
00:17:40: Und so ist es heute noch.
00:17:41: und ich muss ganz ehrlich sagen ohne den Andy Giese mein Geschäftspartner oder wenn der heute nicht mehr da war, ich würde sofort zu machen.
00:17:50: Also man muss Leute haben auf die man sich hundertprozentig verlassen kann und dieses internationale Geschäft so wie ich es mache ist alleine gar nicht
00:17:58: machbar.".
00:17:59: Und was heißt das jetzt in Zahlen in Manila?
00:18:01: Wie viele Leute arbeiten da?
00:18:03: Wir sind gar nicht mehr so groß.
00:18:04: wir haben jetzt Hundertvierzig Techniker.
00:18:07: In Manila also für ein asiatisches Labor ist das eher klein.
00:18:10: Das
00:18:11: ist ja eine kleine High-Endmanufaktur!
00:18:13: Das
00:18:13: ist wirklich im kleinen Labor.
00:18:15: Also viele denken, das ist jetzt immer hundert Leute oder so.
00:18:17: Das ist für Asien eigentlich ein Kleindabor.
00:18:20: Ich muss sagen wenn wir nicht digital wären hätten wir das doppelte an Technikern.
00:18:24: Das Labor was wir neu gebaut haben ist ausgelegt für sechshundertechniker zum Wachsen weil ich habe gesagt wenn ich baue dann kann ich es gleich ein bisschen größer machen weil wir sind schon mehrfach umgezogen in Manila.
00:18:36: Und wie gesagt, es ist ein kleines Labor.
00:18:39: Wenn ich nach China gucke, da ist das keine seltenheit.
00:18:41: Fünfhundert Leute, achthundert leute, tausendleute, wenn ich mir im Modernen angucke... Das sind richtige Fabriken.
00:18:48: Wahnsinn!
00:18:48: Und das soll jetzt nicht heißen, dass am Ende des Tages was dabei herauskommt, dass das schlecht ist?
00:18:54: Es ist anders und man so sagen muss doch nicht schlecht sein.
00:19:00: Da wo noch analog gemacht wird in der Keramik anders produziert, wie eben halt die Amerikaner das machen.
00:19:05: Dann macht jeder einen Handgriff aber nicht die komplette Verblendung.
00:19:09: Das bei uns ist sonst muss ich sagen hat sich das ja auch schon sehr geändert jetzt in den letzten Jahren durch die Digitalisierung.
00:19:17: denn da arbeiten sie in China oder in Indonesien oder in Singapur auch alle mit Exokart Die haben auch alle eine Maschine.
00:19:26: und wenn ich die Library nehme, ob ich die nun in Timbuktu fräse oder da ist es überall das gleiche was rauskommt am Ende des Tages.
00:19:36: Richtig!
00:19:36: Das ist schon heutzutage irre, das ist standardisiert.
00:19:40: und dann muss man auch sagen ja Qualität, was ist Qualität?
00:19:44: Qualität is ja nicht nur die gefräßte Krone.
00:19:47: Qualität ist ja auch eine Kundenzufriedenheit.
00:19:49: wie habe ich denn den Patienten beraten?
00:19:51: überhaupt
00:19:52: Gutes Stichwort.
00:19:55: Auf deiner Homepage wirbst du eben mit Qualität aus dem Ausland?
00:19:58: Du hast es auch vorhin ja schon ein bisschen angesprochen, immer wieder wie wichtig dir dieses Thema war, warum du ja dann auch diesen oder jeden Schritt gegangen bist weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst.
00:20:07: Jetzt eben Qualität im Ausland genauer aus Manila.
00:20:11: Wie passt das zusammen?
00:20:12: Hast du auch schon so ansatzweise dargestellt.
00:20:14: aber wie stellst du sicher dass dies kein hohes Versprechen ist?
00:20:17: also mit deinem Core
00:20:20: Ja, wie passt das zusammen?
00:20:21: Es kann hohes Versprechen deshalb.
00:20:24: Weil das Labor genauso wie mein Labor in Hamburg von mir geführt wird.
00:20:29: Das heißt ich stelle sicher die Qualität, indem ich das richtige Material nehme – das Material ist noch lange nicht alles!
00:20:37: dass ich die richtige Ausbildung zur Verfügung stelle für die Menschen, die mit dem Material arbeiten.
00:20:43: Also letztendlich steht erstmal der Mensch in vordergrund und die Frage ist wie gut es da ausgebildet?
00:20:48: Welche Expertise bringt ihr überhaupt mit?
00:20:52: Und das beste Material nützt mir nichts wenn die Expertise nicht vorhanden ist.
00:20:56: Witzig!
00:20:57: Da kommst du ja nicht her.
00:20:58: so hat sich nach Asien verschleigen weil du ja quasi Ausbilder da warst.
00:21:01: Das schließt sich der Kreis.
00:21:04: Und das ist das eben wie ich stelle, dass sicher.
00:21:06: also erst mal muss ich sicherstellen, dass mein Mitarbeiter richtig ausgebildet worden ist und dann natürlich muss ich ihm auch das richtige Equipment an die Hand geben.
00:21:15: D.h.,
00:21:20: man muss nicht unbedingt digital sein aber um Digital geht man.
00:21:24: gewissen Abteilungen kann ich nicht mehr vorbeikommen.
00:21:26: Also in der Keramikabteilung muss ich mich mit Exokart umgehen können, das ist richtig!
00:21:31: Aber ja, das nächste ist das richtige Equipment.
00:21:34: In der Keramikabteilung muss ich ihn zumindest ein gutes Material zur Verfügung stellen – ein gutes Zirkon und eine gute Keramikkulver.
00:21:45: Und da kommen wir auch wieder dazu, dass hat mich dann auch nachher inspiriert Sachen selber herzustellen also eigene Blöcke.
00:21:52: Dann war ich mit der Fräßqualität nicht zufrieden und dann eigene Werkzeuge dafür.
00:21:57: Dann haben wir in die Chem eingegreifen, in die Software, dann habe ich mir die Ingenieure nach Asien geholt.
00:22:03: Die Firmen wie Anis Eikor fanden das super spannend und haben gesagt Mensch um mit denen, dass er achtet auf Qualität.
00:22:08: da gehen wir mal unsere Geräte hin.
00:22:10: Das ist unser better Feldtester und dadurch hatte ich natürlich auch immer die neuesten Maschinen.
00:22:15: Das allerneuste was noch gar nicht auf dem Markt war weil wir mich zum Testen genommen als Großlabor und hatten beide was von.
00:22:24: Und ich stelle das sicher nochmal Ausbildung, Equipment, richtige Führung – man muss die Leute richtig abholen auch ganz wichtig.
00:22:34: Man muss die Menschen richtig motivieren.
00:22:37: und natürlich das Material.
00:22:39: Habt ihr auch so ein striktes Qualitätsmanagement, dass ihr genau definiert wie... Was haben
00:22:43: wir?
00:22:44: Das war einer der ersten in Asien, der es gemacht hat.
00:22:49: Iso, das war das in dem Jahr neuntausend zwei.
00:22:53: Und mittlerweile machen wir das nur noch für unsere Medizinprodukte wegen der MDR.
00:23:00: Für ein dentaler Boar halte ich da eigentlich gar nichts mehr von.
00:23:08: Ich bin auch nach wie vor von einem Qualitätsmanagement überzeugt aber ich bin nicht mehr davon überzeugt einen Handbuch zu schreiben.
00:23:16: was für den Auditor ist?
00:23:18: letztendlich und Schlussendlich ist es so, dass viele eigentlich zwei haben.
00:23:22: Eins habe ich fürs Audit und eins, wie ich's richtig mache?
00:23:26: Und das Problem ist ja derjenige, der beim Audit vorbeikommt, ist ja meistens gar kein Zahntechniker.
00:23:31: Die erste Frage ist dann vielleicht ... Ist ihre Waage kalibriert?
00:23:35: oder guckt sie das Manual an und sagt Ja, das wird bei von zwanzig bis dreißig Grad gelagert in meinem Raum die Ware.
00:23:43: und dann fragt er mich, wo ist das Thermometer, ist das richtig kalibrierter?
00:23:48: Das ist, sag ich mal am Ziel vorbei.
00:23:51: Ja danke.
00:23:52: Längst mir die Worte aus dem Mund.
00:23:54: ja sehr gut.
00:23:56: Okay jetzt hast du es gerade auch schonmal genannt dieselbe Qualität wie deine Labor in Hamburg.
00:24:00: im Vorspann habe ich sie auch gesagt Hamburg und München.
00:24:04: Kannibalisierst du damit da eine Produktion in Asien nicht dein Geschäft in Deutschland?
00:24:09: Überhaupt gar nicht.
00:24:11: das ist ja so dass viele Zahnärzte Patienten haben die einfach sagen, ich möchte kein Auslands im Ausland gefertigten Zahnersatz.
00:24:22: Die wirklich sagen aus Überzeugung auch wenn es vielleicht besser ist im Auslands?
00:24:26: Nein!
00:24:26: Ich möchte dass das hier im Lande bleibt wegen auswirtschaftlichen Gründen.
00:24:29: Es gibt immer mehr und dem wollten wir halt auch gerecht werden.
00:24:35: Das hat aber auch einen anderen Grund.
00:24:39: Dadurch dass sich das Labor oder mehrere Labore in Deutschland habe kann man natürlich auch Korrekturen oder irgendwelche andere Sachen schneller ausgleichen.
00:24:48: Also die Lieferzeiten sind natürlich kürzer, das ist ein riesen Vorteil für mich.
00:24:52: Wenn ich in Hamburg einen Labor habe und es ist irgendwas zu ändern an einer kombinierten Arbeit oder sonst was, dass sie es physikalisch nicht erst wegschicken muss.
00:25:01: Aber kannibalisieren tun wir uns damit gar nicht.
00:25:03: im Gegenteil?
00:25:04: Wir haben verschiedene Linien und es hat sich sowieso da muss ich noch mal darauf zu sprechen kommen, hat sich komplett verändert weil früher war's ja nur der preiswerte Zahnersatz, der bezahlbar ist... Jetzt anders, jetzt ist der Zahnersatz ja in Philippinen auch teilweise teurer als in Deutschland.
00:25:24: Da bin ich mal ganz abgesehen.
00:25:25: das kommt immer doch an was man halt ordert.
00:25:27: und nochmal zur Eigenkannibalisierung.
00:25:30: Also irgendwie kannibalisieren uns nicht selber weil es gewünscht ist Und schlussendlich gehört er eh egal Es ist mir auch Schnuppel wo's gemacht wird.
00:25:39: wenn wir in Deutschland gemacht haben will dann machen wir das hier.
00:25:42: Wenn es ein Manila gemacht werden soll dann machen müssen Manila.
00:25:45: Der einzige Unterschied ist letztendlich, jetzt was neu ist, dass es verschiedene Linien gibt.
00:25:52: Es gibt eine Linie die ist teuer weil extrem viel Aufwand betrieben wird wie zum Beispiel mit so einer KI-Planung und Gesprächen und da unterscheiden wir auch nicht ob das in Asien gemacht wird oder Hamburg.
00:26:08: Da zählt rein das Produkt und teilweise ist es ja auch ein Mix.
00:26:13: wenn ich so eine hochwertige Arbeit abliefern will und ich muss mich aufschalten, währenddessen der Zahnarzt präpariert.
00:26:21: Weil ich seine Prep irgendwie matchen muss und gucken muss ob das mit dem Profisorium passt und er will ja auch gleich einen Profisoriund haben dann ist es eigentlich ne Verzahnung von meiner Manila-Produktion mit der deutschen Produktion denn wir haben hier ne Zeitverschiebung.
00:26:36: Ich kann ja nicht nachts irgendwie meine Leute ... und dann können die auch kein Deutsch.
00:26:42: da können sie sehr schlecht Aufschalten und dem zahners sagen was er jetzt noch zu machen hat.
00:26:47: das muss dann ja anders laufen.
00:26:50: Und insofern gibt es jetzt verschiedene kategorien.
00:26:53: halt es gibt ein preiswerten zahnersatz es gibt in germany es gibt einen high end aber es ist eigentlich kein unterschied mehr vom preis wo's gemacht wird.
00:27:01: es ist genauso bp, die krone kostet dann auch sieben hundert euro.
00:27:05: Ja eben die werden die werden ja nicht irgendwo also sorry mich dass ich sage irgendwo im dschungel unter der palme gemacht sondern einem heiklass Unternehmen, das eben genauso ausgestattet ist wie das Labor in Hamburg?
00:27:17: Ja man kommt natürlich zurecht immer auf die Kosten.
00:27:21: Die Rahmenbedingungen sind deutlich besser im Manila.
00:27:25: also wir haben schon niedrigere Lohnkosten.
00:27:28: aber Lohn kosten ist nicht alles weil letztendlich muss ich ja einen riesen Equipmentpark haben und ich muss natürlich auch zu sehen dass mir diese gut ausgebildeten Techniker in Manila nicht abwandern.
00:27:41: Die können ja überall arbeiten und die haben natürlich auch ihren Preis.
00:27:44: Also genau, die haben das wahrscheinlich als aufgespürt oder blutgelegt dass man ja auch dann handeln kann.
00:27:52: Du willst sie halten?
00:27:53: Was ja sowieso oft in Philippinen ist, Philippin ist ja so eine Kultur wo eigentlich jeder ins Ausland will.
00:28:01: Das ist, wenn du mal... Es ist auch ganz interessant zu sehen.
00:28:03: Du gehst in Dubai auf dem Fluchhafen irgendwie und da sind irgendwie nur gefühlt Filipinos oder auch im Hotelwesen.
00:28:10: das ist ganz krass.
00:28:12: Okay.
00:28:12: Filipinos auch Seeleute, Nennies
00:28:16: etc.,
00:28:17: das ist schon fast eine Kultur und wir haben natürlich muss ich sagen immer nieder eine extrem hohe Fluktation von Zahntechnikern oder überhaupt von ausgebildeten Kräften Weil das ist wie so ein eingebauter Chip, die von allen ins Ausland.
00:28:35: Das ist nicht nur das Geld!
00:28:37: Also auch wenn du den mehr zahlst...
00:28:39: Die wollen mal weg?
00:28:40: ...die wollen halt weg, das ist tatsächlich so.
00:28:43: Das is schwierig und aus diesem Grund ist auch übrigens dieses Ausbildungssystem entstanden was ich habe weil wir damit zu kämpfen hatten immer wieder neu auszubilden.
00:28:55: Okay, cool.
00:28:56: Also ich denke da können wir jetzt auch gleich in meiner nächsten Frage noch ein bisschen näher darauf eingehen die so jetzt ein bisschen ins Eingemachte geht.
00:29:02: wenn man so filmt.
00:29:03: Wenn man eben Zahnersatz-Made In Asia hier hört dann ploppen eben diverse ressentiments auf weil den Kollegen kriegt man immer wieder auch bei Social Media mit der muss ja nur einer mal irgendwie was schreiben MadeIn dann geht das Bashing los.
00:29:18: welche Reaktionen gab es und gibt es von deutschen Kollegen?
00:29:20: Und wie begegnest du diesen?
00:29:22: Ja, das ist richtig.
00:29:23: Das gab es speziell bei Social Media – dies Polemische, da gehen wir gar nicht mehr darauf rein, sag ich mal und das muss ich auch ehrlich sagen die Mehrheit ist eher das Gegenteil.
00:29:35: Ich kriege viel Zuspruch von Kollegen aus Deutschland und es ist eher so dass sich Deutsche über uns zu den Kursen anmelden, die sind laufend voll in Asien und das Deutsche von Kollege zu Kollege auf unsere Materialien zugreifen Und wenn Sie das erst mal tun, auf Fragen ob Sie mal gewisse Sachen checken können.
00:29:55: Weil sie eben halt keine Technik gehabt haben.
00:29:57: Das ist das Problem.
00:30:00: Dieses Negative ist stark verschwunden.
00:30:02: Ich glaube ich auch.
00:30:04: Der Mindset hat sich tatsächlich geändert.
00:30:06: Auch denke ich mal wegen digital weil das eine Verschiebung an was klassische Denk- und Klassische Work-Los betrifft stattgefunden hat, stattfinden musste... ...und es hat dann für vieles geöffnet.
00:30:20: Und jetzt geht es tatsächlich eher auch wirklich darum, dass die Zahntechniker wirtschaftlich denken.
00:30:25: Ja und wie gesagt ich höre das von den Selbstständigen natürlich nur weil sie bei uns einkaufen ist sind ja Laborinhaber Das Problem Fachkräftemangel Die überhaupt Ausgebildete Zahntechniker zu finden.
00:30:42: Wir bilden selber aus in allen unseren Betrieben wir haben überall Lehrlinge ... was ich auch nach wie vor das Beste finde, sich selber von scratch... ...von Anfang an die Leute aus ranzuziehen.
00:30:55: Wenn ich mir das mit den Berufsschulen angucke,... ...die kriegen ja noch nicht mal eine Berufschulklasse voll.
00:30:59: Das ist wirklich erschreckend!
00:31:01: Zweite Problem ist dann auch noch in dem Berufsschutz, was ein bisschen mühselig ist,... ...was mir so ein bisschen sauer aufstößt und was man verbessern könnte in Deutschland.
00:31:10: Ist das Curriculum?
00:31:11: Was meiner Meinung nach umgeschrieben werden müsste weil.... in den Berufsschulen viel zu viel noch Gewicht drauf gelegt wird, was analog ist.
00:31:23: Die Entwicklung geht einfach zu schnell und zumindest kann ich nur für die Länder sprechen wo meine Lehrlinge tätig sind.
00:31:30: da würde ich doch gerne anregen wollen dann mal ein bisschen mehr frischen Wind reinzukriegen, ein bisschen Speed aufzunehmen.
00:31:37: das ist mir alles zu wenig.
00:31:38: dass also so einen Zahntechniker nach der Ausbildung eine Teleskopkrone modulieren kann oder ich finde, das ist überholt heutzutage.
00:31:48: Da müsste man mal in Deutschland...
00:31:50: Man hatte ja da Bestrebungen und auch ganz stolz die neue Ausbildungsverordnung präsentiert.
00:31:55: aber die ist finde ich auch noch so bemüht in die Neuzeit transferiert, aber mit so einem riesen Rucksack an Altem.
00:32:05: Und irgendwie weiß ich nicht warum man sich davon nicht lösen möchte weil wir haben tatsächlich mit dieser Problematik zu kämpfen das Image und die Alltagsherausforderung eben in einem Ausbildungsberuf zu transportieren.
00:32:22: Und wenn man dann halt in die Berufsschule kommt und merkt, dass passt überhaupt nicht zusammen, dann erzeugte es sicherlich Spannungen bei den jungen Menschen.
00:32:31: Wenn wir uns überhaupt in die Berufschule bekommt weil sie sich vorher...
00:32:33: Erstmal muss ich Sie überhaupt dahin bekommen.
00:32:35: Die Frage ist ja, wie attraktiv ist denn das noch?
00:32:38: Das zweite ist, meine ich auch, die Bezahlung so extrem schlecht für das was man alles wissen muss.
00:32:45: Die Verantwortung, die man hört liegt auch an unserem Kassensystem natürlich.
00:32:50: Man ist ja gedeckelt und dadurch kann der Laborinhaber nicht die riesen Gehälter zahlen.
00:32:56: Der macht alles privat.
00:32:57: Das ist eben schwierig und wir haben hier von der Bevölkerung das Gefühl Vollkasko als muss alles bezahlt werden.
00:33:04: Das eine hängt ja mit dem anderen zusammen.
00:33:06: Ja es ist so der Hemmschuh in unserem Szenario ein bisschen.
00:33:11: Ja
00:33:13: und ich würde mir wünschen, dass das Korrigulum sich mal verändert bei den Berufsschulen.
00:33:19: Aber wie gesagt, es betrifft ja erst die, die dann schon teilgenommen haben an der Gemeinde bei uns, dass sie dann schneller weiterkommen.
00:33:28: Das heißt in deiner eigenen Laborausbildung?
00:33:30: Ich meine ist es ja das Schöne am Dualen System.
00:33:32: da wird dann diese ganzen modernen Herausforderungen werden.
00:33:35: dann denke ich mal abgedeckt und auch vermittelt.
00:33:40: Ja, wir haben zum Beispiel den Berufszeiten hier gab es gar nicht in Manila.
00:33:45: Wir haben das Curriculum dann geschrieben und durch uns gibt's das überhaupt erst.
00:33:49: Früher musste man einen Zahnarzt dabei haben mit einem Labor und wir haben dann vor Jahren das Curiculum geschrieben.
00:33:56: Wir wollten dann drei Jahre ... Das war dann ein Jahr, das konnten wir nicht durchsetzen, das haben die gar nicht verstanden warum wir denn jetzt drei
00:34:02: Jahre ausbilden
00:34:03: wollen.
00:34:05: Mittlerweile ist es zwei Jahre!
00:34:07: Das Chorykulum ist schon nicht schlecht voll digital in Manila und wir haben jetzt auch mühselig Fachkräfte aus Manila nach Deutschland geholt, weil ich hier keine Techniker gefunden habe.
00:34:24: Ich will nicht sagen es gibt keine, es gibt sie noch aber ich finde keine.
00:34:27: wenn man so sagt die sind beschäftigt was auch da kommen wir gleich nochmal.
00:34:30: dort war ein riesen Angang die herzubekommen und das war so unangenehm dass auch keiner mehr kommen will weil es so aufwendig ist.
00:34:38: Also von bürokratischer Seite?
00:34:40: Von
00:34:40: unserem eigenen Betrieb, die also eine zweijährige Ausbildung haben, die mittlerweile auch voll anerkannt ist.
00:34:48: Die philippinische Ausbildung ist voll anerkannt jetzt durch diese Hölle, durch die wir gegangen sind.
00:34:55: Wir hatten auch dieses Problem mit dem Fachkräftemangel, wir haben sie selber ausgebildet.
00:34:59: Es war sehr aufwendig die Leute hierher zu bekommen und es ist trotzdem schwierig auch wenn es jetzt zugelassen ist überhaupt die Leute herzubekommen wegen diesen Auflagen, die man bekommt.
00:35:11: Man muss erst mal eine Sprache sprechen.
00:35:13: am liebsten wäre ja B-II für eine Berufsschule oder um überhaupt eine Aufenthalte bekommen, A-Zwei.
00:35:20: Und das war bei unseren Technikern so... Die hatten eine Wohnung, die hatten einen Arbeitsvertrag, die hätten alles, die mussten wieder zurückfliegen.
00:35:28: Weil sie kein A-zwei hatten!
00:35:30: Ich meine es hätten Sie auch hier machen können.
00:35:33: Das ist also schon kompliziert.
00:35:35: Aber so wichtig ich jetzt schon kennengelernt habe, ist dem Gaber nichts, also Challenge accepted und du hast dich da auch wieder bemüht und gestreckt, um das irgendwie hin zu bekommen?
00:35:48: Ja Nun, genau.
00:35:50: Wir haben es schon gekriegt und zur Zeit ist es so.
00:35:53: wir bilden jetzt hier aus in Deutschland.
00:35:57: Filipinos immer gerne Willkommen aber wir haben welche her, was ist nicht einfach?
00:36:03: Ja, wir haben gehört sie reisen gerne aber wenn man ihnen dann's hier so schwer macht, sucht man sich vielleicht andere Länder...
00:36:10: Ich hatte eine hervorragende Keramika die vierundzwanzig Jahre bei mir sind, die waren bei Klaus Müttertees.
00:36:18: Sie haben ja gesagt, ganz ehrlich nicht.
00:36:19: Wir bleiben lieber in Manila.
00:36:20: also es gibt auch andere Länder Es ist nicht mehr so attraktiv.
00:36:25: Also es ist in anderen Ländern zum Beispiel im Dubai für die für die Filipinos attraktiver
00:36:31: Mal glaube ich.
00:36:33: Ja, wir sind halt schon auch Helden im Dinge auferlegende.
00:36:37: Aber gute Stichwort Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung, nämlich von einem befreundeten Zahnteineke aus dann direkt Nachbarschaft weiß ich dass dort in Manila auch super fortbildung also bei dir angeboten werden stattfinden.
00:36:49: Als Trainer tauchten dort Namen wie Olli Briggs, Michel Manje, Shigeo Kataroka.
00:36:55: Jan Schühnemann, Klaus Mütterties, Scheu-Sasaki, Gerard Ubersi und viele andere namhaften Kollegen.
00:37:01: auch da krieg ich ja eine Gänsehaut wenn ich diese Namen so vorlese und lese was ist denn da los bei euch?
00:37:08: Ja wie schon sagte das ganze entstanden eben halt weil wir auch eine hohe Fluktuation haben und ich hatte irgendwann mal angefangen mit dem Thomas Schmidt ... aus Marburg, wo ich selber eine Kurse gemacht hatte.
00:37:19: Es war so ein Frieg für Gusstechnik und Kaufflächen... ... noch bevor der Peters so bekannt wurde.
00:37:26: Und ich habe dann festgestellt,... ... dass die das noch besser erklären können.
00:37:32: Natürlich viel, viel besser als ihr Beruf.
00:37:34: Ich hab zwar auch Erfahrung gehabt mit Ausbildung aber ich konnte ja nicht alle Bereiche abdecken.
00:37:38: Ebenheit in Keramik war ich damals nicht so gut.
00:37:40: Also ich war eher der Knottologe.
00:37:45: Durch die Fluktuation, was ich ja schon beschrieben habe, musste ich eben halt immer wieder neu ausbilden.
00:37:51: Und dann ging das los mit Kursen und mit dem Oli und mit den Klaus-Mütterties
00:37:56: etc.,
00:37:57: bis ich dann irgendwann draufkam auf den Japaner kam über den Oliver Bricks.
00:38:04: Ich glaube der Oliver Brick hat selber mal einen Kurs gemacht beim Katouka in Osaka Und der hatte mir dann damals gesagt, also was du eigentlich brauchst hier.
00:38:11: Du musst nicht so einen komplizierten Schichtkurs haben.
00:38:13: Du muss eigentlich erstmal ein Morphologie-Kurs haben!
00:38:16: Die Leute müssen erst mal die Morphologie verstehen und wenn sie die Morpheologie und die Formen oder Textur verstehen, da kannst du weitergehen, dann können Sie schichten... ...und dann sagt er zu mir, da steht sowieso nur A-Drei auf deinem Mauftroßzettel drauf, ne?
00:38:30: Da kannst du das sowieso nicht alles Mädliche einpacken und Digitalfotografie gab es damals ja gar nicht
00:38:35: so.".
00:38:36: Da ging es ja gerade los mit der Digitalfotografie.
00:38:39: Und so kam das dann mit den Kursen und auch, dass hat sich immer weiterentwickelt eben halt.
00:38:44: Das waren da nicht nur Keramik-Kurse, das war natürlich auch über Auto allesmögliche.
00:38:49: also jedes Bereich Stahl, Kunststofftechnik, Aufstelltechnik ist Querbeet!
00:38:56: Und so hat sich dieses Kurscenter entwickelt eigentlich nur um meine eigene Qualität sicherzustellen.
00:39:03: Also eigentlich für die internen Schulen?
00:39:04: Nur
00:39:04: intern Das hat sich nachher natürlich an das mitbekommen und es ist natürlich sehr teuer.
00:39:10: Und dann habe ich gedacht, okay vielleicht kannst du das ein bisschen so funktionieren, indem du das auch mal mit anbietest?
00:39:15: Und heute sind die Kurse eigentlich immer voll.
00:39:18: Da muss man natürlich auch gucken bei uns zeitlich wie das in die Produktion passt.
00:39:22: Meistens am Anfang des Jahres und Mitte des Jahres also während der Während der Ferienzeiten... Jetzt
00:39:28: waren gerade wieder Kurse.
00:39:31: Also Japaner ist jedes Jahr, das ist ein Standard bei uns.
00:39:35: Da muss jeder durch alle die wir uns neu sind müssen erstmal durch die Morphologie weil das braucht sie auch im Kett und das brauchst du ja auch in einer Aufstellung.
00:39:46: Es ist eigentlich so einen Grundkurs und er baut dann weiter auf einfache Schichtung und komplizierte Schichtungen.
00:39:54: also das findet jedes Jahr statt.
00:39:55: Was jetzt neu ist, dass wir Patientenkurse machen.
00:40:00: Das heißt sind dabei eine Klinik einzurichten im Labor und ich habe jetzt eine hervorragende Gruppe von Zahnärzten dort, junge Zahnerze die voll digital sind, die auch sehr wissbegierig sind.
00:40:17: und jetzt haben wir dabei die Klinika einzurichten Kurse an für Zahnärzte und Zahntechniker.
00:40:25: Das heißt, es wird der Patient der Fall vorher natürlich geplant
00:40:30: etc.,
00:40:30: das kriegen die Kursteilnehmer schon vorher, die Unterlagen, worum's da geht.
00:40:35: Und dann wird ein großer Fall beschliffen in etwa drei oder vier Tagen, sagen wir zwölf Einheiten und dann wird die Arbeit von A bis Z gemacht.
00:40:43: Und das finde ich eigentlich viel spannender.
00:40:45: Ich bin auch darauf gekommen über Jan Schünelmann, der ja auch nur noch hauptsächlich das immer mit Patienten macht Weil letztendlich stehen wir alle im Labor und gucken aus Modellen sagen, was haben wir hier einen tollen Sprung gemacht oder wie schön sieht die Arbeit aus?
00:40:58: Letztendlich gehört immer noch der Mensch dazu.
00:40:59: Passt das zu den Menschen?
00:41:01: Wie sieht denn das eigentlich im Mund aus?
00:41:03: Danke!
00:41:03: Das ist ja genau das Problem in unserem Dasein dass lasst uns an den Patienten weil wir sehen gar nicht was wir tun.
00:41:11: Genau
00:41:12: Wir haben nur die Modelle in der Hand.
00:41:13: da hatten wir Eingangs bevor jemand auf dem Record Button gedrückt hat schon drüber philosophiert oder geredet.
00:41:18: Das ist ja die Sprache, die wir da sprechen über das Modell.
00:41:22: Sehr viel Abstraktionsmöglichkeit oder Abstraktionsfähigkeit von uns verlangt und deshalb brauchen wir den Patienten.
00:41:30: Wir müssen sehen wie es im Mund aussieht.
00:41:32: Wir brauchen auch mit dem Patienten, was wir vorhin schon gesagt haben eben halt man muss vorher überhaupt planen, was will ich eigentlich machen?
00:41:38: Genau!
00:41:39: Von bis und deshalb.
00:41:41: also hat sich's entwickelt sich immer weiter.
00:41:43: Man macht eine Tür auf und dann sind die nächsten paar Türen Es geht immer weiter Es endet nie und es bleibt weiter spannend mit den Kursen.
00:41:51: Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.
00:41:54: Was ich jetzt gerade erlebt habe – ich war gerade am Wochenende in Timis Soarra – da war's eh nicht.
00:41:59: Da waren Techniker und Zahnärzte für diese Smile Cloud Geschichte.
00:42:05: Planung ist eine Plattform für Zusammenarbeit.
00:42:09: Und das hat mich nochmal bestärkt darin.
00:42:13: Das ist genau das was ich machen will!
00:42:15: eben als Zahnärzte und Zahntechniker gemeinsam schulen.
00:42:19: Ja, endlich zusammenbringen was zusammen gehört!
00:42:22: Und diese Tools ist ja das Schöne dass sie auch erst einmal wirklich so Bindeglied-Werkzeuge sind die dann auch nicht mehr dieses Das ist mein Tanzbereich, das ist dein Tanzbereich sondern
00:42:35: die
00:42:35: können jetzt wirklich sich da im wahrsten Sinne des Wortes an der Hand fassen und der Patient steht dazwischen.
00:42:40: also das finde ich nämlich das Schöhne auch daran
00:42:42: Ja und ich bin auch dann nach wie vor der Meinung, das muss eigentlich so sein.
00:42:46: Der Zahntechniker muss extrem eng oder mit dem Techniker zusammenarbeiten.
00:42:53: Er muss nicht über da neben stehen.
00:42:54: Über das Digitale geht es ja auch übers Aufscheiden des Computers.
00:42:57: was ich vorhin sagte er präpariert meinetwegen was ist fertig mit einem Scan und der Zahntechniker auf der anderen Seite egal wo der ist aufm Globus sagt präpt nochmal hier etwas nach oder nicht oder ist gut?
00:43:08: Aber dieses Interaktive, diese Verzahnung muss einfach sein.
00:43:13: Von Anfang an von der Planung bis zur Ausführung und dann geht es auch weiter mit dem Provisorium.
00:43:18: Das hat mich auch begeistert.
00:43:20: ist der Zahntechniker dann gleich sagt man hat vorher mal einen Mockup gemacht was einprobiert worden ist er hätte es präpariert.
00:43:28: das wird kurz angerechnet und sagt der Zahnertruck des in seiner Praxis und halbe Stunde später das Provi das Digitale Und der Patient zack setzt es rein.
00:43:38: Das ist echt irre und sieht die finale Versorgung, wie das aussieht.
00:43:42: Es ist schon irre, wie es weitergegangen ist in den letzten zehn Jahren, wie sich das entwickelt
00:43:49: hat.
00:43:50: Ich sehe schon du brennst auch trotz allem obwohl wahrscheinlich viele... Kaufmensch, unternehmerische Entscheidungen treffen muss für die zahntänischen Themen an sich.
00:43:59: Vom Jan Schülermann weiß ich, dass du immer noch liebend gern schichtest.
00:44:03: Ja
00:44:03: super gerne!
00:44:04: Wie kann ich mir das vorstellen?
00:44:05: Schichtest du dann auch Patienten arbeiten oder bist du bei den Pausen?
00:44:07: Auch
00:44:07: das ist mein auch gerne, da kann ich wenigstens sehen was ich gemacht habe und jetzt auch etwas damit zu tun.
00:44:14: weil wir haben ja unsere eigene Keramiklinie wo der Jan mitgeholfen hat und ich bin immer der Meinung wenn ich was verkaufe dann sollte ich doch wenigstess mal wissen Was ich dann verkaufe und ob es denn auch wirklich so gut ist.
00:44:28: Und natürlich, deshalb mache ich gerne Keramik noch.
00:44:33: Ich muss ja auch wissen wie kommt das Material heraus?
00:44:36: Wie sind meine Farben
00:44:37: etc.,
00:44:38: dass das eine und das zweite sich finde ist wahnsinnig entspannend.
00:44:42: Das ein bisschen wie malen Also wäre nicht irgendwie im Stress, dass ich jetzt eine Arbeit zum nächsten Tag fertig machen muss.
00:44:50: Mich entspannt das!
00:44:51: Für mich ist es super schön, Keramik zu schichten.
00:44:55: Eine ganz tolle Sache, ist ne Passion richtig.
00:44:57: Ja cool.
00:44:58: Klar können das andere schneller vielleicht und noch besser aber macht's halt viel Spaß.
00:45:04: und das Zweite ist... Ich muss halt wissen was gebe ich denn meinen Zeintechniker an die Hand?
00:45:09: Du lebst was du liebst und liebst was.
00:45:12: Und bei den Kursen, auch wenn andere Referenten das machen.
00:45:15: Ich mache auch gerne die Kursleitung.
00:45:17: Da zeige ich auch noch gerne was wie gesagt.
00:45:20: Ich muss das kennen!
00:45:21: Was sich verkauft wird... da stehe ich ja auch hinter.
00:45:23: alles, was wir verkaufen benutzen wir selber.
00:45:26: Also wir haben nicht ein einziges Produkt im Shop, was nicht selber bei uns benutzt wird.
00:45:32: Das finde ich eh verrückt.
00:45:33: Das hast du vorhin mal so by the way fallen lassen?
00:45:36: Ja und dann haben wir uns da umgeguckt und haben unsere eigenes Zukonoxid, weil du mit der Qualität der normal erhältlichen Zirkunung, die du beim Fräsen nicht zufrieden warst oder eure eigene Keramiklinie.
00:45:48: Also da wird es mir ganz schwindelig wenn ich mir das vorstelle.
00:45:51: Genau einmal das ganze System.
00:45:52: so sind wir ganz durch Werkzeuge v.a.
00:45:55: Das ist ja auch spannend im Grunde in Industrie.
00:46:00: Es gibt viel bessere Werkzeugen nur die sollen natürlich nicht verkauft werden weil sie zu lange halten.
00:46:11: Ja, da hatte ich auch so einen Augenöffner Moment.
00:46:13: Weil das habe ich ja gar nicht so auf den Schirm gehabt.
00:46:15: aber hier gibt es bei Augsburg auch ein Unternehmen ist eben so zerspannende Werkzeuge herstellt und die hat mal im Tag der offenen Tür also die haben nur jetzt den Tal ist so ein ganz kleiner Bereich weil sie es jetzt entdeckt haben was dafür eine Wissenschaft drin steckt in Beschichtungen?
00:46:35: Da ist sehr viel noch Hau drin.
00:46:36: genau Ja, von der Industrie ist es eben halt nicht gewollt.
00:46:39: Gewollt sind geschlossene Systeme?
00:46:42: Ist ja klar.
00:46:44: Aber mittlerweile gibt auch wie gesagt andere Unternehmen die die den Talsparte auch gefunden haben und dir was besseres anbieten.
00:46:50: man muss sie nur kennen.
00:46:52: Das ist halt das... Man war es im wahrsten des Wortes nicht gewohnt sich so frei zu bewegen und hat halt gerne diese Wonstop Shop Schichten gemacht.
00:47:02: also deshalb haben sich auch diese geschlossenen Systeme denke ich mal am Anfang so gut verkauft weil Neuland betreten hat und wollte alt alles aufeinander abgestimmt aus einer Hand.
00:47:12: Das Abstimmen ist nicht das Problem, das Abstimmen ist ja gar nicht schlecht.
00:47:16: Vor allem das Abstimmen mit gänseln
00:47:18: Füßen zu versehen.
00:47:22: Wenn ich ein System von A bis Z aufeinander lege denn wenn vielleicht was anderes genommen wird funktioniert der ganze Prozess nicht mehr.
00:47:31: es macht ja Sinn.
00:47:33: Aber es macht natürlich keinen Sinn, wenn ich einen Bohrer da drin habe der möglichst schnell kaputt geht.
00:47:37: Richtig.
00:47:37: Damit ich mir den hohen Umsatz erzeuge.
00:47:39: Genau.
00:47:39: Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
00:47:41: Riechtig!
00:47:42: So sieht's aus.
00:47:45: Gabo will galoppieren hier durchs Format.
00:47:46: das ist Wahnsinn.
00:47:47: wir sind jetzt schon bei den beiden letzten Fragen angekommen die sich für die Kennerinnen und Kenner da draußen dieses Formats immer wiederholen.
00:47:57: bist du bereit für die erste dieser beiden Fragen?
00:47:59: Ja sicher schießt mal los
00:48:01: Jo, was ist für dich gerade der absolut heißeste Scheiß in der Zahlentechnik?
00:48:05: Nach wie vor die Digitalisierung.
00:48:07: Die KI, die Einzug
00:48:09: v.a.,
00:48:10: was Animationen angeht.
00:48:13: Animationen ein Patient vorher zu zeigen im Bild und in Zwei-D.
00:48:21: Und ich bin also wirklich beeindruckt, die KI, die Vorhersage schon wie dicht man dran ist bei diesem Planung.
00:48:29: Das ist die eine Sache.
00:48:31: Die zweite Sache immer mehr dass der die Automatisierung auch bei den Zahnärzten eintrifft nämlich zum Beispiel das navigierte Arbeiten beim Implantieren oder auch beim Szenebeschleifen, was er jetzt kommt.
00:48:45: Das is ne ganz spannende Sache.
00:48:46: ich bin mal gespannt wann es soweit ist.
00:48:48: Man kennt das ja aus der Herzchirurgie weil non-inversiven Sachen das der Arzt im Grunde mit dem Joystick da sitzt und dass dann über eine Maschine oder wenn man Roboter ausgeführt wird.
00:48:58: Da gibt es jetzt auch in der Türkei Versuche von einem Professor, ich glaube der Gürell ist da federführend Dass er bald auch beschliffen wird.
00:49:10: Wahnsinn
00:49:11: Das finde ich extrem spannend.
00:49:13: Ja aufs letzten ADT war sogar schon so ein chinesischer Anbieter die sind ja was das Thema angeht auch Sorry wenn ich das so sage Meilenweit voraus Und es war eben so ein Roboter, so einen Implantationsroboter.
00:49:29: Natürlich schon auch wahnsinnig was dafür in Aufwand betrieben werden muss weil das geht ja immer um die Referenzierung.
00:49:33: aber diese Echtzeitreferenzierung ist da wirklich beeindruckend.
00:49:36: also im Grunde kann man wirklich mit dem Kopf so schäken Und der
00:49:39: macht es trotzdem richtig.
00:49:42: Ja, und das ist ja nicht so dass es dadurch kein Zahnarzt mehr gibt oder das ist auch bei der Digitalisierung KI.
00:49:50: jetzt brauche ich jetzt auch einmal keinen Zahntechniker.
00:49:52: Ich muss immer noch beurteilen ob die KI das richtig gemacht hat.
00:49:56: Das Flugzeug hat ja auch ein Autopilot und fliegt mit Piloten.
00:50:00: Richtig!
00:50:03: Aber die Entwicklung finde ich schon gut und ich glaube, dass man dort zu deutlich besseren Ergebnissen kommt mit der neuen Technologie.
00:50:11: Sowohl einmal bei der KI-Planung für den Zahntechniker als auch für die Robottechnik, sage ich mal, bei den Implantologen oder Zahnärzeln.
00:50:23: Ich fand es interessant weil da war dann ein chinesischer Professor, der das dann schon einen großen Stil anwendet in der Klinik.
00:50:32: Diese Roboter navigierte im Plantologie und der hat auch gesagt, also ihr solltet denkt jetzt nicht ich kann nicht implantieren.
00:50:39: Und ich implantiere noch so viel mit der Hand aber sie verwenden es hauptsächlich für die ganzen Zygoma Fälle.
00:50:44: Das ist halt interessant weil da geht's ja haste keine Sicht usw.
00:50:50: Es ist wirklich eine riesen Challenge und in diesem Bereich dann darauf zurückzugreifen.
00:50:55: spricht er wirklich dann aber auch für die Präzision dieses dieser Form der Implantologie.
00:51:01: Auf jeden Fall!
00:51:03: Da darfst du ja keine Abweichung erlauben, aber er hat auch gesagt das war nicht so süß.
00:51:07: bei der ersten OP-Liederanstand hatte die ganze Nacht keinen Auge zugetan.
00:51:10: Er hatte so die Hosen voll dass ihm da diese Roboter durch die Back geschießt oder so... Aber es hat sich jetzt tatsächlich etabliert, dass sie für diese Implanterfälle auf diesen Roboter zurückgreifen.
00:51:23: Ja, und das geht nicht nur beim Implantieren.
00:51:24: Es geht weiter sogar beim Zehnerbeschlafen.
00:51:27: Das finde ich wirklich spannend.
00:51:30: Okay sehr gute Antwort!
00:51:32: Dann kommen wir zur letzten Frage.
00:51:33: lieber Gabor Ich weiß aus Vorgesprächen dass du da so ein bisschen Bauchschmerzen hast aber ich frag sie dich trotzdem Wer sollte deiner Meinung nach mal mein Gesprächs-Gast sein?
00:51:43: Und warum?
00:51:47: Der sollte dein Gespräch... Also die meisten ich kenne gut in Frage kommen sind, weil ich ja sehr international unterwegs bin.
00:51:55: Sind also nicht deutsch- sprechend oder so sagen?
00:51:59: Das ist auch Englisch Abhalt, das passt vielleicht nicht ins Format aber ich habe dann noch mal überlegt.
00:52:04: doch ein Kollege fährt mir schon einen hier in Hamburg.
00:52:08: Ein sehr kleines, feines Labor.
00:52:10: Ich glaube du kennst ihn Christian Mosz mit dem ich auch schon lange zu tun habe, der war auch in Manila zur Fortbildung.
00:52:19: Der hat ja federführend das Hotbomben vermarktet mit dem Metro-Wit und ist auch so ein kleiner Daniel Düsentrieb was damals eben halt die Klebebasen und dies dann noch nicht zu kaufen gehabt selber gemacht hat bei einer Firma an Rostock
00:52:40: etc.,
00:52:42: Und der wirklich sehr technikaffines und implantat affin, der mittlerweile auch an Implantatsysteme Patente drauf hat.
00:52:54: Was Beschichtung angeht?
00:52:55: Keramikemplantate mit Titan in Kombination also sprich auch so ein bisschen von der Industrie Seite im Einblick hat.
00:53:05: Christian denkt immer schon ... Out of the Box und weiter.
00:53:08: Das habe ich tatsächlich von der ersten Minute an bei ihm so wahrgenommen... ...und das ist natürlich eine Bereicherung.
00:53:14: dann halt auch für die Branche, wenn man mal so eine... ...so eine Persönlichkeit, so ein Mensch mit so einem Mindset hier rein holt.
00:53:20: Guter Name!
00:53:20: Genau
00:53:21: und vor allen Dingen zum Netz weil es eben hat auch einen ganz toller Mensch ist.
00:53:26: Wenn wir mal sagen sehr sympathisch mein Mensch nicht abgehoben in so einer Sache und deshalb glaube ich passt er besonders gut bei dir ins Format
00:53:33: Cool.
00:53:33: Und du musst das Mikrofon gar nicht zurückschicken, sondern kannst es ihm direkt
00:53:36: vorbeibringen.".
00:53:37: Okay ja, das stimmt!
00:53:39: Ich hatte jetzt witzigerweise gerade mit seiner sehr sympathischen, er hat auch immer sehr sympathische Mitarbeiter einen Fachartikel für die Quintessenz fertig gemacht.
00:53:47: Das ist schon ein bisschen Ausblick.
00:53:49: oder natürlich wenn der Podcast erscheint, ist er vielleicht schon erschienen mit der Inga Henningsen und das hat auch viel Spaß gemacht weil da merkste dann auch wiederum dieses Menschelnde im Labor ... mit wie viel Leidenschaft die Leute da rangehen.
00:54:04: Also...
00:54:05: Das ist tatsächlich super ihm und das ist schon selten, ... ... weil ich kenne ja viele Labore hier in Hamburg ... ... und es hat auch eine angenehme Größe.
00:54:12: Es ist nicht so ein Riesendenkel.
00:54:13: Sehr schön!
00:54:15: Guter Name!
00:54:15: Super!
00:54:16: Mensch, Gabo, das war richtig großartig.
00:54:19: sind wir hier durch das Format?
00:54:21: Sind wir schon wieder ne Stunde, tatsächlich ist ne Stunde.
00:54:24: Sind
00:54:24: wir hierdurch und das hat sich überhaupt nicht angefühlt wie ne Stunde.
00:54:27: also ... Ich muss immer wieder so ein bisschen hin- und herrskrollen ob ich nicht irgendwas vergessen habe aber nein haben wir nicht Und klar werden wir jetzt nicht im Anspruch gerecht.
00:54:35: Alles bis ins kleinste Detail, aber ich denke, wir haben gute Sachen von dir gezeigt und auch ein bisschen den Leuten erklärt wie es eigentlich dazu kamen.
00:54:44: Ja!
00:54:45: Sehr gut.
00:54:46: Vielen Dank nochmal, dass du mich eingeladen hast an dieser Stelle.
00:54:49: Vielen
00:54:49: dank, dass Du zugesagt hast und dabei warst.
00:54:52: Nassgut Das war DanLip-Ezeit mit Gabor Kos aus Hamburg und der Welt.
00:54:58: Vielen dank fürs Zuhören.
00:54:59: Wenn es euch gefallen hat, dann abonniert uns.
00:55:01: Es gibt jeden Monat eine neue Folge – überall wo es Podcasts gibt!
00:55:05: Und wenn ihr uns auf Spotify oder Apple-Podcasts hört, dann hinterlasst dort auch gerne eine Bewertung und euer Feedback.
00:55:11: Wenn ihr Anmerkungen oder Fragen zu dieser Folge habt, dann schreibt uns.
00:55:14: Ihr findet uns bei Instagram und Facebook oder schreibt das an www.podcastedquintessence.de.
00:55:20: Alle Links und Adressen findet ihr in den Shownotes.
00:55:22: Ich sage tschüss und bis zum nächsten Mal.
00:55:29: Das war Dental Lab Inside Mit Dan Krammer, der Zahntechnik-Podcast mit der Leidenschaft fürs Handwerk.
00:55:37: Ein
00:55:37: Quintessence Podcast.