#66 Christian Moss – „Technik allein schafft noch keine Qualität“
Shownotes
Er hat Bohrschablonen für die Implantatplanung erstellt, bevor es die computergestützte Navigation gab. Was Christian Moss dazu brachte? Der Wunsch, Probleme im Arbeitsalltag zu lösen. Das nötige Futter an Wissen bekam er in seinen ersten Berufsjahren in einem Praxislabor durch zahlreiche Wochenendkurse bei namhaften Referenten – „Druckbetankung“, wie er sagt. Seit mehr als 30 Jahren betreibt der Zahntechnikermeister nun sein eigenes Labor in Hamburg. Doch nachgelassen hat sein Forscherdrang nicht. Warum Qualität nur durch Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung entsteht, weshalb Zahntechniker künftig nicht nur Zahnersatz herstellen, sondern auch Materialien zur Gesunderhaltung entwickeln werden und was für ihn das Hybride ausmacht, darüber spricht Christian Moss im Podcast.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Mit jeder Lösung entstand sofort die nächste Fragestellung.
00:00:06: Das war ja immer das Schreckliche an der ganzen Geschichte.
00:00:11: Dann hier ist es dann, wie lässt sich was präziser machen und sicherer machen?
00:00:15: Und aus den Überlegungen entwickelt sich nach schließlich meine ersten Patente dann.
00:00:22: Rückblickend war das nicht nur technische Entwicklung sondern vor allem Lösungen für Probleme, die ich jeden Tag in der Praxis hatte.
00:00:31: Die Technik hat sich enorm entwickelt die digitalen Prozesse und Catcam, künstliche Intelligenz.
00:00:37: Die Werkstoffe verändern sich in unserem Beruf immer schneller und das ist zwar spannend und die Technik ist auch die größte Herausforderung aber eigentlich geht es um den Menschen.
00:00:50: Das ist für mich der größte Ansatz.
00:00:54: Herzlich willkommen zu Dental Lab Inside dem Zahntechnik Podcast mit der Leidenschaft fürs Handwerk.
00:01:01: Dan ist studierter Zahntechniker und langjähriger Fachjournalist.
00:01:07: Seine Gäste sind Zahn-Technikerinnen und Zahntechniker, die bei ihm erzählen warum sie für ihren Beruf brennen was sie inspiriert und was sie anders machen.
00:01:18: Lasst euch anstecken!
00:01:22: Hallo und herzlich willkommen zu DentLab Inside.
00:01:24: Ich bin Dan Krammer und spreche in jeder Folge mit einer Zahn Technikerin oder einem Zahntechniker über deren Herausforderungen mutige Entscheidungen und die Liebe zum Handwerk und Beruf In dieser Episode zu Gast ist ein wirklich alter Bekannter von mir.
00:01:38: Zahntechnikmeister Christian Mos aus Hamburg!
00:01:41: Christian betreibt dort, genauer im zentral gelegenen Stadtteil Hammerbrug, seit deiner dreihneinzig einen von Anbeginn kleines aber sehr feines Dentalabor.
00:01:50: Aber das ist lange noch nicht alles.
00:01:52: Kennenlernen dürfen habe ich Christian in den frühen Zweitausenden.
00:01:55: In diversen Vereins- und Verbandssitzungen habe ich ihn als visionär wahrgenommen, der vermeintlich angestammtes Terrain verlassen und zum Teil verholzte zahntechnische Denkenmuster aufbrechen wollte.
00:02:06: Bestes Beispiel an das ich mich erinnere – die Idee eines eigenen Fräs oder Schulungslaboros für eine zahltechnische Fachgruppe.
00:02:13: Denn gemeinsam sei man stärker und man könne größere Investitionen stemmen.
00:02:17: Ein Vorschlag, für den er sogar schon die Finanzierung in der Schokolade gehabt hätte!
00:02:21: Leider war er seinen Kollegen und Kollegen mit diesem Vorstoß damals noch zu weit voraus.
00:02:27: Doch Christian ist mehr als ein Impulsgeber!
00:02:29: Sehr früh in seiner zahntinischen Karriere hat er begonnen, Dinge zu entwickeln.
00:02:33: Angefangen bei den weltweit ersten Titanröhrchen für Bohr- und CT-Shablonen und dem Schraubenkanal Finisher für das Branemark & Stereosystem in den späten Achtzigern bis hin zu einem gemeinsamen Patent mit Dr.
00:02:44: Dr.
00:02:44: Edinger im Jahr nineteenundneunzig – ein erster Vorläufer der navigierten Implantologie mittels Ultraschall.
00:02:50: Alle Aktivitäten, Entwicklungen und Mitgliedschaften von Christian hier aufzuführen würden im Rahmen sprengen.
00:02:57: Eine Sache hätte ich aber noch!
00:02:58: Christian zeichnet sich maßgeblich mitverantwortlich an der Verbreitung und Entwicklung von DCM Hotbond – ein Produkt, mit dem so vieles neu gedacht und gemacht werden kann.
00:03:09: Dort dazu später mehr.
00:03:11: Krass oder?
00:03:12: Christian ist ein Mann, der viel zu erzielen hat aus Sicht des Zahntechnikers, des Unternehmers, das Arbeitgebers, aber auch des Städten Erfinders.
00:03:20: Viel Stoff für diese Episode, deshalb Mikro an für Christian Moss.
00:03:25: Lieber Christian!
00:03:26: Hallo Dan, das ist ja toll, dass wir das irgendwie bei hingekriegt haben und ich freue mich sehr.
00:03:32: ganz lieb dank für die nette Einladung.
00:03:35: Und dich mal wieder zu sehen und zu sprechen ist noch viel schöner.
00:03:38: Verrückt denn, dass man jetzt heutzutage dieses Medium nutzt um sich zu sehen?
00:03:42: Zeitlich sind wir uns ja wirklich ständig über den Weg gelaufen und Dass du heute hier bist hast du nicht nur mir zu verdanken sondern auch einem Der Vorredner, der dich ja ausdrücklich gewünscht hat.
00:03:54: Und ich habe dann aber auch nur wieder gedacht Menschenskinder man braucht mal einfach diesen kleinen Stups dass man sagt klar Christian muss, der hat echt viel zu erzählen.
00:04:03: Also wenn es dir nichts ausmacht würde ich gleich einsteigen mit der ersten Frage.
00:04:07: Ja sehr gerne.
00:04:09: Ich möchte heute mal mit einem konkreten Thema aus deinem beruflichen Leben anfangen über das man unweigerlich immer wieder stolpert Wenn man sich mit ihr beschäftigt stichwort hybride.
00:04:19: Was hast du dazu im Detail zu sagen?
00:04:21: Ja, Hybride.
00:04:23: Das bewegt uns eigentlich tagtäglich und wir finden das überall.
00:04:28: als erstes, denkt man vielleicht an die Prius so den...das erste Hybridauto oder an Carbonen sind ja alles so Stoffe, die dann irgendwie zusammen gemixt werden und ein besseres Material ergeben.
00:04:41: Für mich beschreibt der Begriff aber etwas viel Grundsätzlicher ist immer dran wenn ich unterschiedliche Materialien, Technologien oder sogar Denkweisen miteinander kombiniert entstehen neue Eigenschaften.
00:04:56: Und genau das hat mich eigentlich schon immer faszinierend
00:05:00: und irgendwie auch ausgemacht muss ich sagen ja weil genau das beschreibt ihr auch eigentlich so dieses was ich im Eingang im Intro geschildert habe dass du tatsächlich immer schon Hybrid denkst.
00:05:12: Ja das stimmt und in der Zahn-Training haben wir halt auch schon viele Hybride ob es eine Komposite Kunst schon in Nanomaterialien sind und so weiter.
00:05:20: Und Ende der neunziger, zweitausender Jahre war es irgendwie anders.
00:05:26: Es war alles irgendwie im Umbruch.
00:05:28: Wir hatten die klassische Gusstechnik.
00:05:31: Damit konnten wir irgendwie alles machen.
00:05:32: Da konnten wir präzise große Brücken herstellen.
00:05:37: Gleichzeitig fing es aber an mit den Kettkennensystem wie Prozera oder später dieses Zerkon von Degodent, das auf dem Markt kam.
00:05:47: Aber es war einfach nicht, ja, wie soll ich sagen?
00:05:50: Nicht fähig das wiederzuspiegeln was wir in der Gutstechnik machen konnten.
00:05:55: und da war's halt nur möglich so kleine Brücken zu machen oder Kronen und solche Sachen.
00:06:00: Ja aber der karamische Werkstoff war halt die Zukunft und so, ähm, kam irgendwie auf die Idee das anders zu denken.
00:06:09: was für Möglichkeiten gibt es.
00:06:12: Hybrid zu denken?
00:06:13: Ja, hybrid zu denken!
00:06:14: Also wenn du nicht mehr die Möglichkeit hast das so machen, was du eigentlich immer gemacht hast aber Materialien hast jetzt besser sind als vorher dann musst du dich denn irgendwie damit auseinandersetzen.
00:06:26: und wir haben da einen Glas Physiker kennengelernt ein Professor aus Rostock und ein Ingenieur.
00:06:33: mit dem sind wir auf die Idee von Glas loten gekommen Und diese Glas-Lote haben nachher eigentlich alles irgendwie verändert und da begann eine intensive Entwicklungsphase.
00:06:49: Cool, also die Hybrid ist für dich dann festgekoppelt in dem Zusammenhang an die Glaslohtechnik und die Möglichkeit durch dieses Lot mit Halle oder andere Sachen eben mit Eigenschaften auszustatten die man ja dann eigentlich von diesen Gläsern her kennt, mit allen was dazugehört.
00:07:11: oder kann ich das so sagen?
00:07:13: Ja also wir wussten auch noch nicht so richtig was es bedeutet.
00:07:17: Glas war hier einfach nur so du guckst in dein Glas haste Wasser drin und da trinkst du draus.
00:07:23: Das war früher Glas für uns haben aber nicht irgendwie gewusst dass dieses Glas schon schon über hundert hundertfünfzig Jahre alt ist um dort etwas mitzumachen etwas zu verbinden, etwas zu gestalten.
00:07:40: Und als wir dann von den Physikern halt gelernt haben dass diese Gläser selbst wenn sie, sagen wir mal zerbrechlich sind und spröde sind aber auch dann Eigenschaften mit anderen bekommen die so gut sind das man harte Keramien miteinander verbinden kann ohne dass sie dann zerbrechen oder Ja reißen oder so wie man sonst üblich kennt vom Klass.
00:08:07: Genial,
00:08:08: ja
00:08:08: okay das also dieser kleinen Einstieg in die ins Eingemachte.
00:08:13: nun möchte ich wieder ein bisschen zurück zu deinen beruflichen anfängen.
00:08:17: deine zahntinische Karriere startete im Jahr.
00:08:21: Wie ging es dann weiter?
00:08:23: Das war nicht spannend und ich hatte wahnsinnig viel Glück gehabt.
00:08:28: nach meiner Lehre bin ich durch meine Schwester an eine Zahnarztpraxis gekommen, wo ich noch nicht wusste, dass der Zahnarz eigentlich sehr hervorragend repariert und technisches Know-how hat.
00:08:40: Und die Zahnteinerin, die dort war, sehr erfahren und konnte mir so als grünen Schnabel ganz viel beibringen.
00:08:48: Dann saß ich da und habe dann relativ schnell von ihr gelernt.
00:08:55: aber was eigentlich viel interessanter war wir sind ganz viel auf Kurse gefahren Und das waren so Kurse wie Gutowski oder Scholz, oder Slavicics... ...oder Pols und so weiter.
00:09:09: Das haben wir fast jeden Monat einmal gemacht.
00:09:13: Also es heißt immer so ein Wochenende weg.
00:09:15: Und irgendwie Monate später habe ich eigentlich rausgekriegt,... ...dass er verheirateter Mann sie Single in Perchen waren um mich sozusagen....
00:09:26: Du warst so
00:09:26: ein
00:09:27: Kind.
00:09:28: Ich bin das Kind, das Alibi.
00:09:32: Das Alibi?
00:09:33: Das heißt wir müssen auf Fortbildung und ich war dann immer das fünfte Rad am Wagen... ...und dadurch bin ich halt zu diesen ganzen Fortbildungen gekommen.
00:09:41: Genial!
00:09:42: Aber solange du nicht im Krebelchen schlafen musst ist es...
00:09:45: Nee, das war perfekt weil die wollten natürlich auch was unternehmen und machen und dann waren wir dann halt in den teuersten Restaurants und da waren wir in Diskotheken.
00:09:55: Da knallte dann auch mal der Kork mit Champagner und das musste sie dann ja, die waren hier wirklich verliebt.
00:10:01: Das heißt, die haben natürlich dann auch alles gegeben.
00:10:08: Ja cool!
00:10:08: Und mit dem schönen Benefit, dass du natürlich in einer fachlichen Richtung richtig gut was mitgenommen hast in deinen jungen Jahren in der Zeit?
00:10:16: Also krass... Ja, das war eigentlich wie Druckbetankung.
00:10:21: Ist das dann auch vielleicht gleich Ausschlag geben?
00:10:22: für jetzt meinen nächsten Punkt?
00:10:24: Nämlich, dass du ja schon sehr früh in das Thema Implantologie und Implantatprothetik eingestiegen bist.
00:10:30: Laut meinen Recherchen war es die Prothetische Möglichkeiten aber damals noch recht übersichtlich waren.
00:10:40: Und hat das dann dazu geführt warum du quasi zum Entwickler wurdest?
00:10:47: Ja dadurch Bei gutoski warst oder mit polz zu tun hattest du der schulz und so.
00:10:54: das sind ja alle so leute die immer was bewegt haben und gedanken.
00:10:58: Ausspielten wo sich wieder etwas neues drauf auf aufgebaut hat.
00:11:04: bist du denn da im praxislabor und hast die nähe zu dem pacienten, hast den arzt das war kein praxislabour unten im keller sondern zimmer an zimmer
00:11:14: cool.
00:11:15: und hat es dann die möglichkeit natürlich auch alles zu sehen was passiert.
00:11:19: Und daraufhin hat er dann im Plantategesetz von IMZ und Brandemark, irgendwann reichnete es zwei D-Bild nicht aus.
00:11:30: Dann hatten wir eine super Röntgenlogin in Hamburg die Super CT Aufnahmen gemacht hat.
00:11:36: Die waren noch so super nett und haben mir alles erklärt.
00:11:40: Von vorne bis hinten wie sich das aufbaut, wie man was erkennen kann... Was ist?
00:11:47: Aber der Schlüssel war nachher, wie kann ich diese Daten in den Mund bringen?
00:11:52: Wie bringst du das alles zusammen?
00:11:54: Genau.
00:11:55: Dieses hat mich wieder getrickert zu sagen okay was muss ich machen um die Bilder zu analysieren und dann die Daten im Mund zu bringen?
00:12:04: Und so kam denn die Entwicklung mit der Titanenröhre bisschen rumspielen mit Barium-Sofat, Barium Sofa Zähne machen und gucken wir sieht es auf dem CT aus dass dann wieder umsetzen in Mund funktioniert das und so weiter.
00:12:19: Und das sind denn die ersten Schritte gewesen, und das waren, neunzehn hat siebenundachtzig.
00:12:24: Krass!
00:12:25: Das hört sich jetzt aber alles immer ein bisschen an als hättest du nur Glück gehabt?
00:12:27: Und wurde es da so der kleine Christian hätte da so gestanden und alle sind zur Seite gegangen.
00:12:32: und dann ja okay hier stehe ich, aber ich glaube natürlich schon auch dass das ein bissel deinem Wesen geschuldet ist weil dich höre oder naja es ist eigentlich offensichtlich dass du immer ein bißchen mehr... und über dem Tellerrand hinaus blicken.
00:12:44: Also du hast dich nicht weggeduckt, du hast gewollt, du hasst sich dieser Ärztin mit ihrer CT-Kentnissen gestellt... Ich denke mal, du wolltest da schon mehr oder?
00:12:56: Mit jeder Lösung entstand sofort die nächste Fragestellung!
00:12:59: Das war ja immer das Schreckliche an der ganzen Geschichte.
00:13:04: Dann hier ist es dann wie lässt sich was präziser machen, sicherer machen?
00:13:08: und aus den Überlegungen entwickelt sich natürlich meine ersten Patente dann.
00:13:16: Rückblickend war das nicht nur technisch entwickeln, sondern vor allem Lösungen für Probleme die ich jeden Tag in der Praxis hatte.
00:13:25: Kannst du ganz kurz mal so grob beschreiben wie das so?
00:13:28: Dann waren sozusagen deinen ersten Ansätze dieser Implantatplanung vielleicht für diejenigen die sich das überhaupt nicht mehr vorstellen könnten in Zeiten von rund umsorglos softwares.
00:13:40: Ja Wir hatten die Modelle, daraufhin hatten wir dann Zähne mit Barium-Sofat getränkt und zuerst hatten wir sie einfach nur von außen beschichtet.
00:13:50: Mit dem Kunststoff, mit barien-sofat das war aber nicht so klar und hinterher hatten wir Kunststoff in bariensofat eingemischt und diese Zähnen als Aufstellungszähne genommen Und dann im Fräsgerät ungefähr ausgerechnet wie die Titanenröhre Die Richtung des Implantates wiedergeben soll und danach diese Röhre dort in die Zähne eingeführt, die Schablone den Patienten mitgegeben und dann wurde das CT genommen.
00:14:17: Und damit konntest du halt im Schnitt genau sehen wie die Führung dieser Röhren an der Stelle vorbei geht wo du das Implantat haben willst oder genau stimmt.
00:14:29: und dann kannst du hinterher das noch so ein bisschen nachrichten also so ausrichten wenn du gesehen hast dass du im Winkel halt ein bisschen falsch bist.
00:14:39: und so hatten wir schon Dann eine relativ präzise Bohrschablone.
00:14:45: Krass, das ist krass!
00:14:49: Ja sorry wenn ich das so sage wilde Zeiten auch irgendwie auch ne?
00:14:54: Wilder Westen der Implantologie.
00:14:55: da hat man ja dann glaube ich wirklich oft sehr blind drauf losgeballert und auf einmal hatte man dann einen Fadenkreuz.
00:15:02: Das ist natürlich schon geil
00:15:04: Ja, und es kamen Leute die hatten dann plötzlich ein Computerprogramm wo drin ein CT aufgelöst war um eine Planung zu machen.
00:15:11: Aber die hatten nicht die Titanenröhren um das sichtbarzumachen.
00:15:17: Stimmt!
00:15:18: Das fing so Ende der achtziger Jahre an.
00:15:21: Und die Titaneröhren?
00:15:22: hast du denn dir einen Partner gesucht der die dann für dich produziert hat oder?
00:15:25: Oder haste diese
00:15:25: Röhre?
00:15:26: Ja es gab damals einen der hatte Titanen Golfschläger hergestellt Und den habe ich gefragt, ob es nicht irgendwelche Stangen oder irgendwas gibt.
00:15:38: Dann hatte er so Hohlstangen und die hat er mir dann zurechtgeschnitten.
00:15:44: Wahnsinn!
00:15:45: So kam das.
00:15:46: Und nachher kamen dann Steco auf die Idee Stemmern – ich weiß nicht, dass sie bestimmt auch noch was?
00:15:51: Ja klar.
00:15:53: Die haben das dann nachher aufgegriffen und haben das denn professionell hergestellt.
00:15:57: Cool.
00:15:58: Also ja, ich sehe schon, das eine ergibt das andere.
00:16:02: Ja,
00:16:03: und je tiefer man rein rutscht in diese welt öffnen sich die auch ganz andere netzwerke.
00:16:08: Und es öffnet sich halt auch andere knoten.
00:16:11: also das ist irgendwie cool spannend.
00:16:14: aber du hast es ja so schön hamburgerisch umschrieben das war der schied oder ich weiß nicht fluch und zägen
00:16:23: aber
00:16:23: da du nicht der mensch bist er sich weggduckt.
00:16:26: Das soll auch kein aufruf jetzt für leute sein die jetzt keine Lust haben in solche Fahrwässer zu geraten, sich wegzuducken.
00:16:33: Sondern sich ruhig mal dieser Situation oder diese Herausforderungen stellen weil das ist nämlich das was eigentlich dann dem Ruf so spannend und schön macht.
00:16:40: Und man kann ja auch selber das steuern wie tief man da sich oder wie weit man sich in den Sog mitreisen lässt.
00:16:47: Ja das finde ich auch so das Spannende und du lernst halt Leute kennen, die du sonst nicht kennenlernen würdest.
00:16:53: Genau Ich
00:16:54: habe den Dr.
00:16:55: Ediger in Hamburg kennengelernt, der irgendwie so ein Daniel-Dieseltrieb ist oder war auch für schon Computerprogrammierung Anfang der neunziger Jahre.
00:17:05: Der hat zum Beispiel Rosi entwickelt, das ist so einen sechs Motoren gesteuert, der S-Computer oder Sprach oder eine Sprachcomputer kann man nicht sagen sondern er hat die Funktion der Kiefer des Kausimulationen weitergeholt.
00:17:20: schon, zweiundneinzig.
00:17:22: Das Ding stand dann nachher irgendwie in Harvard.
00:17:25: Zwei oder drei Stück gab es davon und das haben wir damals zum Beispiel benutzt, um die erste Planung für Burschablohn zu machen.
00:17:33: Und dann die Burscherplunde so anzusteuern dass die Höse in der richtigen Position ist.
00:17:39: Das war zweiundneunzig
00:17:42: oder dreinneunzig?
00:17:42: Habe ich noch nicht mal Abi in der Tasche gehabt.
00:17:47: Wahnsinn!
00:17:48: Ja ja okay du siehst schon sitzt hier nicht umsonst auf diesem Stuhl vor dem Podcast-Mikrofon, sondern hört her.
00:17:57: Der Mann hat was zu sagen und berichten.
00:17:59: Und nun betreibst du von Höhrenstaunen auch schon seit dreientreißig Jahren ein Labor?
00:18:04: Somit kennst Du die unternehmerischen Herausforderungen recht gut.
00:18:08: Worin siehst Du derzeit die größten
00:18:10: Challenges?".
00:18:12: Wie soll ich das sagen?
00:18:13: Die Technik hat sich enorm entwickelt!
00:18:15: Die digitalen Prozesse und Catcam, künstliche Intelligenz... ...die Werkstoffe verändern sich in unseren Beruf immer schneller und das ist zwar spannend, die Technik ist auch die größte Herausforderung.
00:18:29: Aber eigentlich geht es um den Menschen.
00:18:32: Das ist für mich der größte Ansatz.
00:18:36: Ich habe über vierzig Jahre Berufserfahrung jetzt und diese Zeit hab ich halt viele Generationen von Menschen kennengelernt die bei mir Zahntechnik gemacht haben, die Zahnärzte mit denen ich zusammengearbeitet habe und dabei stelle ich immer fest dass sich die Technik verändert aber die Art zu lernen irgendwie nicht.
00:19:05: Früher wurde Wissen über viele Jahre hinweg direkt am Arbeitsplatz weitergegeben Und man hatte erfahrene Kollegen, die dann einem alles irgendwie gezeigt haben.
00:19:17: und heute stehen Informationen überall zur Verfügung.
00:19:21: Das ist einerseits ein großer Vorteil, andererseits setzt Information nicht automatisch Erfahrung voraus.
00:19:27: Ja richtig!
00:19:28: Und vor allem nicht dass es auch richtig ist.
00:19:30: Man muss es ja einen Ort machen.
00:19:31: Genau.
00:19:33: Und gerade in unserem Beruf entstehen viele Entscheidungen aus dem Zusammenspiel von Materialverständnis Beobachtung und Erfahrungen Und das kann man nicht vollständig aus Büchern oder Videos lernen.
00:19:49: Deswegen beschäftige ich mich heute vor allem die Frage, wie wir Wissen sinnvoll weitergeben können.
00:19:55: und dabei geht es für mich nicht nur um fachliches Wissen.
00:19:58: Es geht genauso um Werte, um Zuverlässigkeit, um Service, um Verantwortung gegenüber Patienten oder um Nachhaltigkeit und auch darum sich Zeit für Menschen zu nehmen.
00:20:10: ...
00:20:11: was menschliche Miteinander ist für dich, dann quasi die größte Challenge... ... in der, ja übertragen jetzt offizielle Laborwelt.
00:20:20: Aus Sicht eines als saniklinischer Unternehmer.
00:20:23: Ich glaube das diese Eigenschaften in Zukunft noch wichtiger werden?
00:20:26: Dein Technik Alleinschaft noch keine Qualität finde ich.
00:20:29: Ja definitiv!
00:20:31: Dazu habe ich gestern erst wird es witzig ist oder was sehr für mich beeindruckendes gelesen aus der Feder vom Dr.
00:20:37: Karsten Wagner.
00:20:39: Der hatte so einen kleinen Beitrag eingereicht über die Klaus-Kantherpreisverleihung.
00:20:46: Und der hatte dann irgendwie diesen Satz rausgehauen, vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft des Klaus Kantherpreises denn der Meisterbrief ist kein Gegenentwurf zur künstlichen Intelligenz es vielmehr eine wichtige Voraussetzung dafür das Potenzial der KI richtig einordnen und verantwortungsvoll nutzen zu können.
00:21:06: Ein wahres Wort.
00:21:06: Ein wahres Wort ist natürlich erst mal ein Satz, weil sowas muss natürlich auch mit Leben gefüllt werden.
00:21:10: Weil wenn jetzt die Meisterausbildung nicht mehr so gut ist dass die Leute das nicht mehr einschätzen können dann ist es auch obsolet.
00:21:17: aber wenn die meiste Ausbildung eben einen gewissen Anspruch hat dann finde ich das ein super gutes Wort und auch übertragen eben auch die Verantwortung also nehme ich das als Verantwortung mit für unsere Branche dass man halt wirklich daran arbeitet und dran bleibt da wirklich einen guten Gegenruf zu schaffen und eben die Sachen, die davor gegeben werden.
00:21:37: Die auch sehr hilfreich vorgegeben werden halt wirklich hinterfragen zu können und es im Endeffekt besser zu wissen.
00:21:45: Ich glaube auch dass die Qualität nur durch Fachwissen Erfahrung und Verantwortung entsteht.
00:21:51: Das ist sonst... Und diese Sachen müssen immer gleich klangen miteinander sein.
00:21:58: Ja so sehe ich das auch.
00:22:00: Vielleicht ist es auch am Ende, auch eine Form von Hybrid.
00:22:04: Ja
00:22:05: nicht zwischen Materialien sondern zwischen Erfahrung und Zukunft.
00:22:09: Genau also das sollte ja eigentlich auch schon stattfinden.
00:22:13: Das findet hier auch schon Stadt.
00:22:14: Es findet für meinen dafür halten teilweise schon schneller Stadt als mir lieb ist.
00:22:17: weil gefühlt Anfang des Jahres haben noch alle so KI gesagt Und da hast du gedacht naja ist ja stimmt Diebel eine KI gestützt Übersetzung Software nutze ich schon.
00:22:32: Aber die Dynamik, die jetzt da halt aufgekommen ist, die ist schon krass.
00:22:36: und dann hat man natürlich auch mal so im Moment der Denkst du oh... Die schreiben jetzt ihre Artikel mit KI?
00:22:43: Die sind gut!
00:22:45: Ja
00:22:45: braucht man mich dann noch.
00:22:47: aber wie die von mir dann eben also reinguckt dass du mehr wird einem natürlich auch bewusst das es auf jeden Fall dieses Korrektiv braucht des erfahrenen Gelernten jetzt in aus meiner Sicht Redakteur, Fachredakteurs um das halt wirklich und zu machen.
00:23:02: Und dann sehe ich auch wiederum die Chancen für mich dass ich halt KI als kostbares Tool nutze.
00:23:07: Um mich zum Beispiel über die erste Hürde des ersten Wortes sozusagen zu bringen ist es wirklich brutal ein weißes Platt vor sich liegen zu haben.
00:23:16: ja und dann also der Design Vorschlag und dann komme ich mit meinem Wissen und dann formuliere ich das aus und macht es rund und richtig.
00:23:25: Das ist dann eben das hybride arbeiten
00:23:28: Ja.
00:23:29: Und die Menschlichkeit kommt dazu?
00:23:30: Die Menschlichkeit, genau!
00:23:32: Dann muss es ja auch nachher jemand geben der das dann wiederum kommuniziert und das ist auch die größte Challenge da gebe ich dir vollkommen recht Menschen's Kinder.
00:23:43: jetzt kommt hier eine ganz... also aus meiner Sicht sehr wichtige Frage weil das sind immer solche Sachen aus dem Nähkästchen was war und ist für dich dein bisher prägendes Erlebnis in deiner zahntenischen Laufbahn?
00:23:55: Habe ich lange darüber nachgedacht über die Frage Und das eigentlich fängt es bei den Wurzeln an.
00:24:02: Die Wurzel waren ganz am Anfang mit den ganzen Kursen und derjenige, der mich eigentlich am meisten geprägt hat war Professor Gutowski.
00:24:11: Es ist eine schwierige Persönlichkeit ein netter Mensch und wollte eigentlich immer Wissen vermitteln, aber auf seine eine Art und Weise die nicht immer so gut bei mir angekommen ist.
00:24:31: Aber er hatte besondere Eigenschaften.
00:24:35: Er war ein absoluter Pragmatiker und Analyptiker Und diese Denkweise hat mich immer angereizt analytisch zu denken und hatten meinen Ehrgeiz befeuert irgendwie das besser zu machen.
00:24:52: also es ging mir nicht darum immer nicht Sachen zu erfinden, sondern Sachen zu verbessern.
00:24:58: Wenn ich irgendwas gesehen habe und das war auch seinen Ansatz immer.
00:25:01: Und deswegen hat er mich eigentlich so getriggert Ich wollte nicht einfach mehr wissen, ich wollte das Ganze immer verstehen.
00:25:09: Sehr gut!
00:25:10: Deswegen hat der für mich eigentlich immer einen Ansprechpartner.
00:25:15: Ich hab sogar ihn letztens angerufen und war ganz erstell.
00:25:18: eigentlich wollte sein Tochter sprechen
00:25:21: Und er ging an.
00:25:22: Er ging ans Telefon und dann sagt der Mensch Christian, das ist ja schön von dir zu hören.
00:25:26: Ich weiß nicht, wie ich ihn glaube jetzt zwanzig, dreißig Jahre nicht mehr gehört
00:25:31: hat.
00:25:31: Wie alt ist denn der Mann jetzt?
00:25:32: Ja irgendwie
00:25:33: neunzig oder keine Ahnung.
00:25:35: Aber sehr cool und arbeitet noch.
00:25:38: Also ich hatte relativ spät mal das Vergnügen mit ihm quasi in einem Fachbeitrag zu arbeiten und ich hatte wirklich die Hosen voll weil diesen Mann eilte eben so einen Ein Nimbus voraus, ja also wie du so das auch schön beschrieben hast irgendwie so polarisieren zwischen absoluter Faszination und aber auch irgendwie.
00:26:00: Hat er es geschafft gestandene Ärzte?
00:26:04: Ja zum Heulen zu bringen um
00:26:05: heulen zu bringen und diese ganzen stories in Gepäck dachte mir oh Gott.
00:26:10: aber ich habe ihn wirklich als unglaublich guten Sparrings Partner erlebt Auch wenn es nicht diese Tiefe erreicht, die ihr jetzt da sicherlich erreicht habt.
00:26:21: Aber allein bei diesem einen Projekt habe ich so viel mitgenommen und so viel gelernt was herangehens- und Sichtweisen betrifft.
00:26:28: also das war echt beeindruckend.
00:26:30: Immer wieder Kotowski ist wirklich krass!
00:26:33: Ja und irgendwie das halt immer noch nach in der Dentalbranche.
00:26:38: Definitiv.
00:26:39: Du hast gesagt eigentlich müsste man ihn auch mal vor aus dem Mikrofon holen?
00:26:43: Es wäre schade wenn man das nicht macht.
00:26:47: Guthofski, schreibe ich mir mal auf mein kleines Notizbüschlein.
00:26:51: Nicht digital!
00:26:52: Ihr kratzt es gerade.
00:26:56: Professor Dr.
00:26:56: Guthofski Ja super.
00:26:59: Jetzt aber um auf meinen Mosch das Schlüsselerlebnis in den frühen zwei Tausenden zurückzukommen, dass ich ja auch schon am Anfang kurz hab aufblitzen lassen Du brachtest damals bei einer Mitglieder- Treffen der Dental Excellence Club den Vorschlag vor ein gemeinsames Fertigungszentrum zu gründen.
00:27:17: Was war damals dein Gedanke?
00:27:19: und siehst du immer noch die Bündelung von Ressourcen als Gang war ein Weg?
00:27:23: Ich weiß auch nicht, was mich damals geritten hat.
00:27:28: Aber irgendwie kam es mir so in Kopf und dachte mir irgendwie haben wir so viel Wissen zu der Zeit gehabt.
00:27:36: So viele kluge Köpfe, die immer viel zu sagen hatten.
00:27:40: Jedes Labor hatte irgendwie seine Spezialisten jeder Kollege hatte eigene Erfahrungen gesammelt hatte seine Stärken in bestimmten Gebieten und ich hatte nämlich damals gefragt, warum jeder das Rad immer neu erfinden muss.
00:27:55: Und meine Idee war deshalb Wissenerfahrung, Einkauffertigung alles irgendwie zu kombinieren aber nicht um eine Konkurrenz zu erzeugen sondern damit alle davon profitieren.
00:28:12: Wenn da halt zehn hervorragende Zahntechniker ihr Wissen teilen, entsteht etwas das keiner von ihnen alleine erreichen kann.
00:28:20: Und dieser Gedanke der war halt so einfach im Kopf entstanden
00:28:26: Das ist ja eigentlich ein ganz unfassbar innovativer Gedankel.
00:28:29: Es ist genau das was hier heute KI zu einem krassen Tool macht.
00:28:33: Das ist das Schwarmwissen.
00:28:36: Die Wissens klaut und die hast du quasi damals schon versucht eben auf
00:28:41: Analogen
00:28:42: auf Analogenwege herzustellen, genau.
00:28:44: Ja
00:28:46: und jetzt haben wir die Möglichkeiten das über KI zu machen.
00:28:53: ich glaube es ist ja schon so, es passiert ja schon So und mir fehlt noch ein bisschen die Moderation dazwischen und dass man das analoge Wissen mit dem digitalen bisschen mehr verknüpft.
00:29:09: also sagen wir mal Das immer noch so wie bei dir auch.
00:29:12: Du nutzt die KI um den ersten Schritt ins leere Blatt zu kriegen, aber deinen eigenen Stil auf das Blatt bekommen und hier wäre das eigentlich auch ganz gut, dass man nicht nur die KI nutzt, um alles rauszusaugen sondern dass es da auch diesen Plattform halt eine Art Moderation gibt in die man nutzen kann um diesen menschlichen Aspekt mit einzuführen.
00:29:37: Ja und auch wirklich immer dieses Korrektiv, weil wenn wir das wirklich alles einfach nur noch unreflektiert für bare Münzen nehmen dann lernt ja die KI ja auch quasi unter Umständen von... Die lernt ständig von sich.
00:29:49: Und sozusagen nimmt sie dann falsche Annahmen als richtig an und dann laufen mir irgendwann Gefahr da etwas Falsches einfach als die Wahrheit anzusehen.
00:29:59: Das ist schon lange her, da war ich auf dem Konkretstentalkonkretz und hat so ein Special Speaker erzählt sozusagen die KI oder die Bilderkennung dumm ist, also die wissen ja nicht was ein Hund ist.
00:30:14: Die laufen da so einen Muster ab und in der Summe der einzelnen Teile ist es ein Hund.
00:30:18: Und deshalb gibt's ja diese vermeintlichen nervigen Zwischenschritte.
00:30:24: wenn man irgendwo auf einer Webseite ist, so verifiziere dass du kein Roboter bist.
00:30:28: zeig alle Bilder mit Fahrrad.
00:30:30: das ist einfach um die KI lernen zu lassen damit Menschen der KI zeigen Bild ist ja nicht einfach nur wunderschönen Fahrrad von der Seite darstellt, sondern in allen möglichen Perspektiven und wir sind ja eine Lage innerhalb von hundertsten Bruchteilen von Sekunden zu erkennen dass es sich dabei auch um ein Fahrrad irgendwo da im Bild handelt oder einen Fahrrad in diesem Bild versteckt ist.
00:30:53: Und genau das muss aber ja auch weiterhin immer stattfinden.
00:30:57: diese Moderation wieder so richtig sagst also dass man da eingreifen kann um zu sagen stopp hier ist irgendwie gerade quatscht am Start Zwar gewaltiger.
00:31:08: Ja, und das ist ganz wichtig.
00:31:09: Das wird damals natürlich analog automatisch passiert und jetzt muss man halt sehen wie man es...
00:31:15: Wie man daran kommt?
00:31:16: Ja, wie man das vernünftig gewährleisten kann.
00:31:21: Also wir als Verlag sind ja auch gerade dran haben ja sogar schon so ein Produkt im Angebot und der Gedanke ist eben dahinter dass quasi Also mein Salopp gesagt, ich hoffe mir reist jetzt Christian Hase nicht den Kopf ab.
00:31:35: Aber das ist halt quasi der Wissenspool, der im Verlag da ist in Form von Büchern und Artikeln.
00:31:43: Und die ja schon dadurch dass sie quasi Annahmeprozesse durchlaufen haben, peer reviewed sind sich sozusagen als verifizierte Informationen darstellen, dass das als Wissenzbasis dienen kann um auf gewisse Fragen Antworten zu bekommen.
00:32:03: Mit einem Verifizierungsindex quasi auch noch an der Seite, welche Qualität die von der KI gegebene Antwort hat in Anbetracht der Literaturstellen, auf diese sich dann unterstützt?
00:32:17: Das ist unser Ansatz da!
00:32:21: Die Gefahr ist aber halt einfach, dass Menschen bequem sind und immer den Weg des geringsten Widerstands gehen.
00:32:26: Und er hat einfach nur mal über die entsprechenden Plattformen gegeben.
00:32:30: Wenn man dann nicht Lust hat sich da anzumelden... ...dann landet man doch irgendwie ganz blöd gesagt bei Google?
00:32:37: Ja leider!
00:32:38: Dann haben wir unser Google-Wissen
00:32:41: ja und das Wissen nicht an dem Ort wo wir es eigentlich gerne haben wollen müssten.
00:32:48: ...
00:32:49: um es dann auch entsprechend moderieren zu können, genau.
00:32:50: Ja, genau!
00:32:52: Ach ja, Mensch irgendwie... Wer hat an der Uhr gedreht Christian?
00:32:56: Wir sind hier jetzt schon bei der vorletzten Frage angekommen, haben wir irgendwas vergessen?
00:33:02: Nö aber das macht sehr viel Spaß mit dir.
00:33:05: Es
00:33:05: läuft!
00:33:08: Dann bist du schon bei einer heißen Scheißfrage angekommen.
00:33:11: Was ist für dich gerade der absolut heißeste Scheiß wenn du jetzt kein Isakst hast?
00:33:19: Nee, KI ist es irgendwie nicht.
00:33:21: Für mich liegt die Zukunft nicht in der nächsten Frees-Maschine oder in der KI, sondern diese Entwicklung werden irgendwie weitergehen zu selbstverständlich.
00:33:32: Die wirklich spannende Entwicklung sehe ich in bioaktiven Materialien.
00:33:38: Dazu gehören so Biogleser, moderne Glaskaramegen und Materialien, die in Verbindung mit antibakteriellen Wirkstoffen oder Peptiden arbeiten, das finde ich irgendwie gerade Bombe.
00:33:52: Und ich mache ja viele Forschungsprojekte und konzentriere mich grade auf sowas.
00:34:01: Ich glaube dass wir in der Zukunft nicht mehr nur Zahnarzt-Hertz herstellen werden.
00:34:08: Wir werden Materialien entwickeln die aktiv zur Gesundheitshaltung beitragen.
00:34:13: finde
00:34:14: ich
00:34:16: eigentlich den Ansatz am spannendsten, weil das gute Beispiel ist eigentlich dafür die Perie Implantitis.
00:34:23: Die in jeder Beratung über wo ich hingehe siehst du dann Implantate, die schon lange drin sind.
00:34:30: viele funktionieren gut und viele überhaupt nicht.
00:34:34: Und denn hast du da riesen Defekt an den Implantaten?
00:34:37: Dann müssen die entweder raus oder werden noch mal gereinigt und nochmal wieder benutzt.
00:34:41: aber irgendwie Das
00:34:45: ist wirklich krass, dass du das jetzt sagst.
00:34:46: Weil es beschäftigt mich auch gerade, weil ich den Eindruck habe, dass diese Angstgegner Perie implantiert ist.
00:34:50: dazu führt... ...das Implantat Brothetische Konzepte die eine Zeit lang als... ...Das Maß oder Dinger kommuniziert wurden, jetzt wieder zurückgerudert werden und man ja quasi die Verbindungsstelle möglichst weit nach oben legt um diese kritische Region unter Beobachtung zu bekommen.
00:35:12: Aber geht natürlich dadurch wieder einige Kompromisse hinsichtlich Ästhetik etc.
00:35:16: ein.
00:35:17: und ja das ist natürlich echt dann nicht von der Hand zu weisen,
00:35:21: dass da
00:35:23: eigentlich wegen dem Problem, dass man nicht in den Griff bekommt aus welchen Gründen auch immer, man eben so einen eigentlich wieder gedanklichen Rückschritt hinlegen muss?
00:35:31: Ja ich weiß gar nicht ob es ein Rückschritt ist, man hat das einfach...
00:35:34: Oder das ist eine Lernkurve, sagen wir mal.
00:35:36: Ja genau man hat es übergangen weil damals war schon klar dass hatte ja mit ragu entwickelt dieses einstück im klantat aus titan was wirklich perfekt waren.
00:35:45: ich habe jetzt ganz viele fälle gesehen die wirklich gut sind wenn man da alles einlädt und funktioniert das auch gut.
00:35:52: aber die entscheidende frage warum mich das so beschäftigt ist eigentlich nicht wie bauen wir eigentlich den Ist nicht wie bau'n wir den besten zahnersatz sondern wie erhalten wird das fundament auf dem der Zahnersatz viele Jahrzehnte funktionieren kann.
00:36:07: Sehr gut, dass du das mal sagst
00:36:09: ja
00:36:10: weil es ist tatsächlich darum sollte es gehen genau Struktur erhält.
00:36:14: Ja genau und da glaube ich da ist wahnsinniges Potenzial drin also nicht nur für die Zahntin sondern auch vor allem für die Patienten.
00:36:25: wo's am Ende?
00:36:27: Geht es da nie um Material oder Technologie, sondern das geht wieder.
00:36:31: Da sind wir wieder am Anfang und es geht wieder um den Menschen.
00:36:34: Genau!
00:36:36: Das ist nämlich etwas was mich auch tatsächlich oftmals ein bisschen so nervt in den Diskussionen und auch wenn man so will in den ewigen Streitigkeiten zwischen Zahntechnik und Zahnmedizin.
00:36:44: von wegen Ja, wenn der Herr liebe Doktor mir mehr Platz geschaffen hätte ich denke halt stopp.
00:36:50: weißt du was das bedeutet?
00:36:52: Mehr Platz geschafft heißt immer... Substanz weg, die nie wieder kommt.
00:36:57: Ja und da kann dann deine schöne Zahntechnik darauf so schön sein wie möglich?
00:37:01: Es ist halt einfach nur Zahntechnik.
00:37:05: Und ja das sollte man tatsächlich nicht aus den Augen verlieren.
00:37:09: Da dürfen dann auch mal so biometische minimalinvasive Konzepte, die ihr dann auch einmal an der Zahntenne vorbeigehen weil es eben intensiv vom Zahnarzt auf minimalsten Raum genauso gut gelöst werden kann, genau sie ihre Berechtigung haben.
00:37:28: Weil irgendwann kommt dann sicherlich noch die Zahntechnik.
00:37:31: weil eins ist sicher wenn der Zahn mal angeschliffen ist ja das ist nur eine Frage der Zeit dass es halt immer weiter abnimmt.
00:37:40: aber man sollte vielleicht beim ersten Mal nicht unbedingt fast alles wegnehmen.
00:37:43: Ja da tickt die
00:37:45: Uhr.
00:37:48: Die Idee dahinter so ein Produkt zu entwickeln ist eigentlich, dass man später das vielleicht benutzen kann wie Zahnpasta.
00:38:00: Dass du sagst okay ich tue das auf die Schleimau drauf und habe damit meine antibakterielle Wirkung keine Belege obendrauf auf den Kron oder dem Titan vom Implantat und sorge dafür, dass es keine Pirienplatte gibt.
00:38:21: Und das ist für mich gerade so der heißeste Scheiß.
00:38:25: Das
00:38:25: ist heißer Scheiß?
00:38:26: Ja!
00:38:26: Es ist krass, dass du da mit drin steckst, weil ich hatte erst vor Kurzem einen Artikel gelesen oder was heißt Artikel, das war eine kleine Pressemeldung von der Fachhochschule Ossnerbrück witzigerweise, wo sich auch jemand damit beschäftigt mit diesen, wie hast du's genannt Bio... ... aktive Material.
00:38:42: Also findest du das?
00:38:43: Ja, genau,
00:38:43: Bio-Presa und ja.
00:38:44: Das
00:38:44: ist ein drei D Druckmaterial also ein Harz in dem eben auch so eine Art... Auch jetzt ganz hemmt's ja auch nicht gesagt... Ein Medikament eingearbeitet ist,... ... dass dann sogar... Du kannst sowohl gesagt sagen, in welcher Intensität... Ab wann bis wann abgegeben werden soll, also das wirklich gerade bei so ein halb Prozessen.
00:39:06: So punktuell erstmal viel dann noch mal so langsam nach und da ich gedacht ist hey, sag mal wollte mich eigentlich veräppeln.
00:39:11: es klingt wie so...
00:39:13: Nee, das geht tödlich!
00:39:14: Das ist echt sehr cool.
00:39:17: Krass.
00:39:17: Ja, das ist natürlich wirklich heißer Scheiß.
00:39:20: So, Punkt aus.
00:39:22: Guter heißer scheiß Christian, danke.
00:39:24: Okay,
00:39:24: dann sind
00:39:25: wir jetzt schon bei der letzten Frage angekommen.
00:39:28: Wer sollte deiner Meinung nach mein Gast, mein Gesprächsgast sein und warum?
00:39:33: Also Gotowski haben wir ja schon mal angesprochen.
00:39:36: Den eigentlich weil ich ihn liebend gerne nochmal irgendwie digital festgehalten haben möchte und er glaube ich wahnsinnig viel zu sagen hat.
00:39:48: Hat ein bewegtes Leben und hat zwar altes Wissen aber das sollte irgendwie nicht verloren gehen.
00:39:57: Ne, das sollte nicht verloren gehen.
00:39:59: Also es ist mir jetzt eigentlich auch mal wieder aufgefallen als ich die Ehre hatte mit Herrn Hase senior diesen Podcast zu machen dass Die Denkweise der komplett andere ist teilweise von diesen Jahrgängen.
00:40:14: Der Perspektivwechsel den man dadurch bekommt er ist unfassbar wertvoll.
00:40:18: Ja
00:40:19: ob das jetzt wirklich nur darum geht dass der Mann irgendwie so viel vermeintlich mehr weiß oder besser weiß Darum geht sehr gar nicht sondern einfach nur halt.
00:40:25: auch seine Art und Weise Themen zu betrachten, das ist ja oftmals schon das Ding.
00:40:33: Ja, finde ich auch und es ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner wenn man so im eins-zu-eins gegenüber ist.
00:40:42: Dann haben wir ja unseren Wunschgast.
00:40:45: Das wäre schön!
00:40:47: Es ist natürlich eine Challenge Herrn Kutowski.
00:40:51: Vielleicht kannst du eher als... ...
00:40:53: als Hochzeitslader von mir.
00:40:55: Das kann ich gerne machen, ja!
00:40:56: Wo ihr doch neulich zufällig... ... dann so schön miteinander telefoniert habt?
00:41:02: Cool Christian wir sind durch.
00:41:04: Ich könnte natürlich jetzt noch diverse Fragen quasi so freestylen wie zum Beispiel Wie ist die Lage in Hamburg?
00:41:12: aber ich glaube das brauchen wir nicht.
00:41:13: Wir haben hier einen sehr schönen runden Podcast abgeliefert und Ich denke immer, alle Fragen sind geklärt und wenn noch Fragen offen sind dann können sich die Zuhörerinnen und Zuhöern da draußen gerne mit ihr direkt in Verbindung setzen.
00:41:27: Ja supergerne!
00:41:28: Das mache ich immer sehr gerne.
00:41:32: Und es hat mir so viel Spaß gemacht und bedanke mich ganz herzlich bei dir weil irgendwie ist das für mich auch eine neue Erfahrung.
00:41:41: Das ist
00:41:41: es für mich jedes Mal wieder aufs Neue.
00:41:45: Also macht's gut!
00:41:46: Ja danke dir.
00:41:47: bis dann
00:41:50: Das war Dental App-Inside mit Christian Mossers Hamburg.
00:41:53: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:41:54: Wer mehr über Christian und sein Engagement erfahren möchte, dem sei seine informative Website ans Herz gelegt.
00:41:58: – die Link setzen wir euch in die Shownotes.
00:42:00: Wenn es euch gefallen hat dann abonniert uns.
00:42:03: Es gibt jeden Monat eine neue Folge überall wo es Podcasts gibt Und wenn ihr uns auf Spotify oder Apple Podcasts hört, dann lasst dort auch gerne eine Bewertung an.
00:42:11: euer Feedback.
00:42:12: Wenn ihr Anmerkungen oder Fragen zu dieser Folge habt Dann schreibt uns.
00:42:16: Ihr findet uns bei Instagram und Facebook oder schreibt uns einen Podcast at quintessence.de.
00:42:22: Alle links und Adressen findet ihr in den Shownotes.
00:42:25: Ich sage Tschüss und bis zum nächsten Mal.
00:42:30: Das war Dental Lab Inside mit Dan Krammer, der Zahntechnik-Podcast mit der Leidenschaft fürs Handwerk Ein Quintessance Podcast.