#68 Andreas Schmidt – „Der Markt wandelt sich vom Produkt zum Prozess“

Shownotes

„Wir bringen die digitale Zahntechnik zum Laufen und bleiben dran, bis sie läuft“, sagt Andreas Schmidt. Der gelernte Zahntechniker ist Geschäftsführer und Inhaber der Metaux Precieux Dental GmbH in Stuttgart. Das Unternehmen bietet neben Edelmetall-Dentallegierungen heute vor allem Produkt- und Systemlösungen für die moderne Zahntechnik – verbunden mit umfassender Beratung und Betreuung. Andreas Schmidt bezeichnet sich selbst als Freigeist. Ob Windsurfen, Gravelbiken oder Skitouren: Schon immer hat es ihn zum Ausgleich raus in die Natur gezogen. Warum seine Mitarbeitenden den entscheidenden Unterschied machen und wie er sein Unternehmen an die Anforderungen des Marktes anpasst, darüber spricht Andreas Schmidt im Podcast.

SHOWNOTES

• Mehr Info und Kontakt zu Andreas Schmidt über Metaux Precieux Dental

• Newsletter von Quintessenz – kostenlos abonnieren

• „QZ – Quintessenz Zahntechnik“ – kostenloses Probeheft oder Abo bestellen

Schreibt uns gerne, wie es Euch gefallen hat! Für Feedback, Vorschläge oder Fragen, erreicht Ihr uns per Mail an podcast@quintessenz.de und natürlich bei Instagram oder Facebook.

Hinweis: Dieser Podcast kann Werbung enthalten. Beginn und Ende der Werbung sind durch einen speziellen Jingle gekennzeichnet.

Transkript anzeigen

00:00:03: Wenn man mal zurückschaut, damals also die Marktführer und die glänzenden Namen im Edelmetall-Geschäft mit den größten Messeständen auf der IDS.

00:00:12: So ein Name wie de Guza Herreos Wieland Elefant gibt es ja alle nicht mehr.

00:00:17: Da sind dann teilweise verkauft worden.

00:00:20: geschlossen worden haben heute andere Namen.

00:00:24: uns gibt's noch und Heute decken wir mit unseren Produkten die gesamte digitale Wertschöpfungskette ab.

00:00:32: Es kommt immer mehr dazu dass die Kunden einen Prozess kaufen, weil wenn der Unterbruch stattfindet also du nicht mehr produzieren kannst kostest so viel Geld Zeit und Nerven das der Mehraufwand dann auch gerechtfertigt sein kann oder ist.

00:00:50: Und da können wir sich an ein Mehrwert bieten.

00:00:54: Herzlich willkommen zu Dental Lab Inside dem Zahntechnik Podcast mit der Leidenschaft fürs Handwerk Und langjähriger Fachjournalist.

00:01:07: Seine Gäste sind Zahn-Technikerinnen und Zahntechniker, die bei ihm erzählen warum sie für ihren Beruf brennen was sie inspiriert und was sie anders machen.

00:01:18: Lasst euch anstecken!

00:01:21: Hallo und herzlich willkommen zu DanTlapInSight.

00:01:24: Ich bin Dan Krammer und spreche in jeder Folge mit einer Zahntechnikerin oder einem Zahn Techniker über deren Herausforderungen mutige Entscheidungen und die Liebe zum Handwerk und Beruf.

00:01:33: Heute spreche ich mit einem besonderen Gast Besonders, weil er zwei dentale Welten verbindet.

00:01:38: Die des gelernten Zahntechnikers und die der dentalen Industrie.

00:01:42: Denn Andreas Schmidt ist Geschäftsführer und Inhaber der Metro-Presieux-Dental gegen Beheil in Stuttgart.

00:01:46: Andreas hat das Dental unternehmen im Jahr twohntausendneuen mit ehemaligen Mitarbeitern einer Schweizer Scheideanstalt ins Leben gerufen – daher auch der wohlklingende französische Name.

00:01:55: Metro-presieux bedeutet kostbare Metalle.

00:01:59: Heute bietet die Firma allerdings kaum noch Gold.

00:02:02: Warum?

00:02:02: Das dürfte allen klar sein!

00:02:05: Dafür bietet sie eine breite Palette an Produkten, angefangen von verschiedenen Scan-Systemen mit passender Cutsoftware.

00:02:10: Fräsmaschinen und drei D-Drucksysteme über dentale Fräswerkzeuge bis hin zu vielfältigen Blank- und Dreidedruckmaterialien.

00:02:19: Andreas sieht die Bedürfnisse des Marktes also nicht nur mit den Augen eines Geschäftsmannes sondern auch immer durch die Brille eines Zahlentechnikers und Anwenders.

00:02:26: Zudem zählt er aus meiner Sicht zu dem Best Looking Man in unserer Branche.

00:02:31: Dazu wirkt er jung geblieben, weil es wahrscheinlich an einem seiner großen Hobbys liegt den Wind surfen.

00:02:37: Aus all dem ergeben sich einige Fragen die ich Andreas heute stellen möchte um ihn besser kennenzulernen und euch einen Menschen auch außerhalb seines Unternehmens vorstellen zu können.

00:02:47: Daher ohne Umschweife Mikroan für Andreas Schmidt.

00:02:52: Lieber Andreas!

00:02:53: Lieber Dan erst mal herzlichen Dank für deine Einladung.

00:02:57: das ist mir eine große Ehre neben den außergewöhnlichen Zahntechnikern schon bei dir zu Gast hattest, persönlich dabei sein zu dürfen.

00:03:05: Und danke für das schmeichelnde Intro!

00:03:09: Das ist aber ehrlich gesagt das was mir von Anfang an durch den Kopf geht und wir kennen uns jetzt auch schon eine ganze Weile also wenn ich dran denke war nicht das erste mal ein Stuttgart bei dir bei der Metaupressur aufgeschlagen bin da ... habe ich auch noch ein bisschen anders ausgesehen und irgendwie verbindet uns doch jetzt schon einige Zeit.

00:03:27: Und du gehörst auf jeden Fall ganz fest zur Branche dazu, so man könnte fast sagen Andreas... Ich bin schon da.

00:03:32: also überall wo man hin kommt sehe ich dich trifft man dich und deshalb ist es für mich auch eine Freude und eine Ehre die heute dabei haben zu können und auch mal ne neue oder n bisschen andere Facette unserer tollen Branche zu beleuchten, aufzumachen, aufzuzeigen.

00:03:50: Ja danke sehr gerne!

00:03:52: Und das mit dem best-looking man?

00:03:54: Ja, sorry.

00:03:57: Das ist meine Sicht der Dinge!

00:03:59: Ich werde gleich einsteigen wenn es dir recht ist und zwar wie soll man sagen auch im Intro genannten Versuch der Erklärung warum du so fresh und jung geblieben wirkst Windsurfing Für mich klingt das nach Freiheit Windabenteuer.

00:04:16: Wie kamest du zum Windsurfen und würdest du dich als freien windliebenden Abenteurer bezeichnen?

00:04:22: Ja auf jeden Fall ein Freigeist, das bin ich.

00:04:27: Zum Windsurfen müssen wir ein paar Jährchen zurück.

00:04:31: Windsurven war ja in den späten Achtzigern nicht nur ein Sport sondern es war eine Lebenseinstellung.

00:04:37: Lifestyle würde man heute sagen.

00:04:40: da war FAN das Programm.

00:04:43: Das hat schon was mit Freiheit zu tun auf dem Wasser mit dem Wind und der Welle zu spielen.

00:04:48: Ich habe damals jede freie Minute auf dem Wasser verbracht, wenn irgendwie möglich die Wochenenden im Sommer am Gardasee verbracht.

00:04:56: Freitag nach der Arbeit los und spät Sonntagnacht wieder zurück.

00:05:00: Den Urlaub von damals nur zwanzig Tagen hab ich mir so weitest skin komplett aufgespart um dann vier Wochen am Stück zum Surfen zu verreisen.

00:05:10: Die meisten meiner Surf-Freunde haben damals alle studiert, die hatten drei Monate Sommerfällen Also sprich, Sebastian-Fan.

00:05:18: Die haben dann mein Surfkrempel und mein Motorrad in ihre Wohnmobile verteilt und haben das mitgenommen.

00:05:28: Ich bin dann zu den Geflogen.

00:05:31: Wir haben am Strand gelebt, tagsüber gesurft Und nachts Party gemacht.

00:05:36: Das war schon eine sehr unbeschwerte tolle Zeit.

00:05:41: Mit dem Windsurfen ist es etwas weniger geworden.

00:05:45: Meine Hauptsportarten Heute sind im Sommer eher Radfahren oder Gravelbiken.

00:05:49: Wenn Radfahren im Urlaub ein bisschen surfen noch, wenn das Material am Strand liegt und ich es nur nehmen muss und das passende Segel dann zum passenden Wind aussuchen kann.

00:06:00: Ein bisschen segeln!

00:06:01: Und im Winter ist Skifahren- und Ski-Tour gegen meine große Leidenschaft.

00:06:06: Also viel Bewegung und viel an der frischen Luft sehr gut?

00:06:09: Ja,

00:06:10: das tut mir gut.

00:06:11: Du bist definitiv der lebende Beweis dafür dass das gut tut.

00:06:14: also... Wenn man dich so anschaut, dann denkt man du hast gerade wieder irgendwie deine vier Wochen Urlaub zusammen gespart und Urlaub gemacht.

00:06:21: Aber ich glaube zu wissen dass du einen hart arbeitender Geschäftsmann bist der auch in der unternehmischen Verantwortung ist und nicht so lachs mit seiner Zeit umgeht.

00:06:32: aber ja man merkt das du jeden jeden slot nutzt für deine Zerstreuung.

00:06:38: Das ist gut

00:06:39: Ja kann da ganz gut erholen und abschalten das gibt mehr Kraft.

00:06:43: Aber das Bild, das du da gezeichnet hast von damals.

00:06:46: Von der Lebenseinstellung und diesen Live kriegt man fast Bock irgendwie die Zeit zurückzudrehen.

00:06:50: also mega.

00:06:51: Das waren die Achtziger ja.

00:06:54: Da hat es schon fast irgendwie so... Also da warst du ein Wasser Mensch?

00:07:00: Ich kann mir vorstellen, du warst halt in diesen vier Wochen weiß ich nicht wie viel Prozent im Wasser Und hat es wahrscheinlich schon eine Schwimmhäute zwischen den Fingern oder so.

00:07:09: Wir haben wirklich am Strand gelebt und diese Wohnmobile, das waren ja keine Wohnmobile.

00:07:12: Das war ein Ford Transit oder VW-Bus ausgebaut.

00:07:16: Und wir haben Spatengänge gemacht und wir haben im Salzwasser geduscht.

00:07:24: Wir hatten ganz wenig Süßwasser.

00:07:25: also das war schon unter dem Strand geschlafen.

00:07:30: Es war schon sehr in der Natur cool an einem Sport auf Naxos ganz verlassen, wer heute noch verlassen ist.

00:07:42: Gibt es das?

00:07:43: Heute noch verlassene Spots?

00:07:44: Ja der hat sich zwar ein bisschen entwickelt aber das ist immer noch eine ganz ruhige Ecke ganz am Ende der Insel wo die besten Wellen waren.

00:07:54: da

00:07:54: haben wir uns positioniert.

00:07:56: Wow cool!

00:07:59: Ach schön Stichwort Abenteurer du hast zwei tausendneuen dann zusammen mit ehemaligen Mitarbeitern einer Scheideranstalt mit Hobres Jöh ins Leben gerufen.

00:08:09: Also Sie schon, ich springe ja gleich von Hachmomenten in die harten Berufsalltag.

00:08:15: Wie kam das?

00:08:16: und warum dieser Name an dem sich so viele ihre Zunge verknoten?

00:08:20: Ja also mein größtes berufliches Abenteuer mit Sicherheit.

00:08:25: Da müssen wir auch zurück.

00:08:28: Hat den Ursprung darin Metall-Odental wurde damals an die Firma Sondrimetho auch eine Schweizer Scheideranstalt verkauft.

00:08:37: Ich habe damals die Metallor Dental weltweit geleitet und war in Personalunion auch der Geschäftsführer der Deutschen Tochtergesellschaft Metallor-Dental.

00:08:47: Ich wag zu näher bei Metallor, hatte den Verkauf unterstützt und gut geheißen.

00:08:53: Es hat weltweit wirklich sehr gut zusammengepasst.

00:08:57: Nur in Deutschland nicht!

00:09:00: Dann haben mein Freund und heutiger Geschäftspartner Andreas Meier aus Stuttgart

00:09:07: Sehr guter Zahntechniker, by

00:09:09: the way.

00:09:12: Und ich den alten Namen der Metallor – wie ist es nämlich mal?

00:09:16: Bis nineteenundzehn und neunzig, achtundneinzig ist die Metallor Métopressieux.

00:09:21: Das wurde dann geändert weil man Métoppression nicht schützen kann.

00:09:25: Und Métpopressieux, wie du schon richtig sagst heißt ja im Grunde Edelmetall und ist allgemein beschreibend und kann man nicht schützen.

00:09:33: Und diesen alten Namen haben wir dann genommen und die Marke METO-Presieux den Tal GmbH gegründet.

00:09:41: Den Namen werden die älteren Zahntechnikerinnen unter uns sicher noch kennen, Meto-Présieux hatte damals einen klangvollen Namen für feine Schweizer Edelmetall den Talregierung und für die Zahntechnik Und für viele wie du richtig sagst gar nicht leicht auszubrechen.

00:09:59: Das ist Teil unseres härtesten Kunden Bindungsprogramm.

00:10:03: Wer also Meto Presieux aussprechen kann der bleibt.

00:10:07: Ich stelle gerade vor, wie er so dann übt.

00:10:09: Sag's noch mal!

00:10:10: Métroporös?

00:10:11: Nein, eine Chance hast du doch nicht.

00:10:13: Manche sagen auch metroporöse.

00:10:15: Das war damals

00:10:16: der Spitzrabel,

00:10:17: das ist jetzt nicht so nett

00:10:19: aber... Hast du schon hier die neue Religion von Metroporøs?

00:10:22: Genau, genau.

00:10:23: Wahnsinn.

00:10:25: Also ich hab es ja nur noch sowohl stimmt gar nicht in der Ausbildung war das Thema Edelmetalle definitiv noch ein großes.

00:10:33: Aber Trotz alledem bekommt man immer auch so Geschichten erzählt, wo das wirklich eine ganz große Zeit war.

00:10:41: Das Material war für Prothetik, für Restorationen im Seitenzahndereich oder eben ja auch dann für die Verblendung und ich glaube es war irgendwie auch ne wilde Zeit.

00:10:54: Das hat schon fast was von Lifestyle und von Surfing nur halt ein bisschen anders habe ich einen Eindruck.

00:11:01: Wie kann man sich das vorstellen?

00:11:03: selber Legierungen in Auftrag gegeben oder?

00:11:07: Ja, wir haben dann Kontakt aufgenommen zu den ehemaligen Metallurgen der Metallor.

00:11:15: Die nicht mehr für die Metallor gearbeitet haben sondern für ein anderes Unternehmen.

00:11:19: PX-Dental und die haben dann für uns die Originalrezepte verwenden können benannt, waren aber dann die identischen Produkte zu den vorherrigen.

00:11:38: Ah ja damit eben die Kunden sich nicht wieder umstellen mussten und ich kann mir schon vorstellen dass das auch ein Problem war, dass man da halt bei der Fusion gesagt hat nee brauchen wir nicht, braucht man nicht und dann wären halt gute Legierungen und somit auch Workflows etablierte Workflows verloren gegangen verstehe?

00:11:53: Ja also diese Rezepturen sind ja auch alt gewesen, die waren noch nicht mehr schützbar, da wurde auch.

00:11:59: jeder hat von jedem die Rezepturen kopiert.

00:12:02: Und dann konnten wir dann schon die anährend Original-Rezepturen nehmen und halt einen Namen wählen, der auch dem alten Namen eine gewisse Ähnlichkeit gegeben hat, sodass unsere Kunden sehr schnell sehen konnten.

00:12:17: Das entspricht dem und dem.

00:12:21: Was war das Alleinstellungsmerkmal?

00:12:23: Der USP von Methopressur als ihr im Legierungsgeschäft neu alt gestartet seid – was ist es heute wie?

00:12:30: Wie seid ihr quasi zum Vollanbieter geworden?

00:12:32: Ja, Alleinstellungsmerkmal damals waren sicher ganz klar die Mitarbeiter.

00:12:40: Wir haben ja mit Null Euro Umsatz und Null Kunden am ersten Tag die gesamte ehemalige Vertriebsmannschaft auf der Payroll gehabt.

00:12:48: Wahnsinn!

00:12:48: Es war schon spannend und hat uns alle aber auch sehr zusammengeschweißt.

00:12:53: wir waren Ja, ein reiner Edelmetall-Dentalegierungsanbieter und hatten annähernd keine anderen Produkte.

00:13:01: Das Edelmeteilgeschäft in der Zahntechnik war früher ein absolutes Personengeschäft.

00:13:08: Der Edelmittel Außendienstlaudervertreter war denke ich der wichtigste Lieferant im Labor.

00:13:16: hier ging es um hohe Werte.

00:13:18: wir gings um Vertrauen.

00:13:20: Die meisten Kunden haben beim Vertreter persönlich oder beim Vertretter ihres Vertrauens gekauft und nicht beim Hersteller oder bei Lieferanten.

00:13:29: Das ist auch verständlich, bei dem Thema eben.

00:13:30: Da nimmt man sehr viel Geld in die Hand – das ist Gold!

00:13:35: Das sollte nicht so einen komischen kruden Marktcharakter haben, wo man irgendwo ein Hintertürchen geht...

00:13:45: Die erfolgreichsten Vertreter waren eigentlich die besten Beziehungsmanager.

00:13:49: Es waren in Wirklichkeit gar keine Verkäufer, sondern sie haben einfaches verstanden Beziehungen aufzubauen.

00:13:57: Und die Mannschaft hat ihr quasi dann

00:13:59: im Rücken?

00:13:59: Genau das war ja dann das Alleinstellungsmerkmal nämlich die gute Kundenbeziehung zum Kunden und Edelmetall wurde über die persönliche Beziehung erworben und wir haben es geschafft im ersten Jahr Siebzig Prozent der Elimeteilkunden, der alten Elimetalkunden für Metogryssyl zu gewinnen und das war ein riesiger Erfolg.

00:14:23: Das erklärt ja was du sagst, dass er so Personen bezogen ist?

00:14:27: Genau!

00:14:28: Das Jahr war zwar tiefrot aber die Aussicht war dann gut, dass es besser werden sollte und das ist es dann auch geworden.

00:14:37: Also ohne mich jetzt dazu weiter aus dem Fenster lehnen zu wollen weil ich habe das noch nicht gewagt in die Selbstständigkeit.

00:14:45: Also wer glaub ich, also ein Unternehmen startet und dann gleich mit Grünen startet.

00:14:49: Das gibt's glaube ich gar nicht oder?

00:14:50: Ich glaube man muss immer erst mal ein bisschen... ...mit der Farbe rot klarkommen!

00:14:58: Aber es ist natürlich, wenn man die Perspektive wechselt und auf der anderen Seite sitzt oder in einer Haut steckt, kann man sich schon vorstellen dass man da ein bisschen nervös wird.

00:15:06: Ja, im Fallen so eine große Mannschaft auf der Payroll stehen hat.

00:15:09: Wenn du jetzt irgendwie klein startest mit einer Person wie sagt man, wachsen lassen kannst und dann sukzessive organisch einnach dem anderen Mitarbeiter dazu nimmst.

00:15:24: Dann kannst du es sicherlich hinkriegen dass du gesundorganisch mit schwarzen Zahlen wächst.

00:15:30: wenn der Arbeit von Null auf Hundert so startest, dann war das auch eingeplant und einkalkuliert, dass das erste Jahr kein positives Betriebsergebnis haben wird.

00:15:43: Ab dem zweiten war es dann aber so, dass das sich gut entwickelt hat.

00:15:47: Jetzt war das der Start und zwar damals auch allen klar, dass E-Metall in der Zahntechnik jetzt langfristig gesehen uns keine rosige Zukunft bescheren wird.

00:15:59: Und um einfach eine Perspektive für die Mitarbeiter und für Metro Brisse selbst aufzubauen, mussten wir uns auch völlig neu erfinden.

00:16:12: Das ist sicherlich unseren Beziehungsmanager, die ja im Grunde keine Verkäufer waren.

00:16:20: Auch schwer gefallen dann in dem Bereich Maschinen, Investitionsgüter.

00:16:25: Scanner waren so unsere ersten Produkte und Materialien zu gehen und dann auch aktiv in den Verkaufsprozess zu gehen.

00:16:33: Ja, verstehe ich.

00:16:34: Das ist nämlich sehr beratungs- und überzeugungsintensiv.

00:16:38: Und unsere Kunden mussten sich ja über die Jahre transformieren und so mussten wir das auch.

00:16:43: Und wenn wir das nicht gemacht hätten, würde es uns wahrscheinlich gar nicht mehr

00:16:47: geben.".

00:16:48: Die goldenen Zeiten wie sie damals wirklich waren sind mittlerweile lang vorbei und nun ist die digitale Zeit mit all ihren Veränderungen eingezogen.

00:17:01: Wenn man mal zurückschaut – also die Marktführer und die glänzenden Namen im Edelmetall-Geschäft So ein Name wie Degusa, Herreos, Wieland Elefant gibt es ja alle nicht mehr.

00:17:15: Da sind dann teilweise verkauft worden geschlossen worden haben heute andere Namen.

00:17:21: uns gibt's noch und Heute decken wir mit unseren Produkten die gesamte digitale Wertschöpfungskette ab.

00:17:29: unser USP ist sicherlich noch immer unsere Mitarbeiter vor dem Hintergrund.

00:17:35: der Markt wandelt sich vom Produkt zum Prozess Und unser Anspruch ist, wir bringen die digitale Zahntechnik zum Laufen und bleiben auch dran bis sie läuft.

00:17:47: Also genau, ich wollte gerade sagen also nicht nur dieses schnöre Produkt sondern tatsächlich diese Hilfestellung steht dann bei euch so ein bisschen in der DNA verburzelt.

00:18:01: So habe ich euch aber auch immer wahrgenommen wenn man bei euch

00:18:02: da war.

00:18:04: Firmensitz in Stuttgart?

00:18:06: Stuttgard ist ein kleines Unternehmen, knapp dreißig Mitarbeiter und in Deutschland, Österreich, Schweiz

00:18:13: aktiv.

00:18:14: Und wir kennen unsere Kunden noch mit einem Namen.

00:18:16: Das sind keine Nummer bei uns.

00:18:19: Kann man das eigentlich so in Zahlen ausdrücken?

00:18:21: Die sind nicht mehr ganz so golden oder nicht mehr goldene Zeiten also ihr verkauft sicherlich noch Gold aber also prozentual zu den wilden Zeiten wie viel ist das noch verschwindend geringe oder

00:18:34: ja dass es wirklich verschwindet?

00:18:36: geringes macht heute keine zwanzig Prozent mehr Und in der Spitze waren es mal forty-fünf Tonnen.

00:18:45: Was?

00:18:46: Edelmetalldentalegierungen im Verbrauch im Jahr und das sind heute keine zwei Tonnen mehr, ich habe jetzt lang keine GFK Zahlen dazu mehr gesehen aber ich vermute es sind keine zwei tonnen

00:19:00: mehr.

00:19:01: Wo ist das ganze Gold?

00:19:02: Das steckt in irgendwelchen Münder ne?

00:19:04: Ist ja Wahnsinn!

00:19:06: Ja...

00:19:07: Das ist echt krass.

00:19:11: Bei dem Thema werde ich mir so ein bisschen emotional, weil das da geht natürlich eine Riesenfaszination von aus.

00:19:16: Das war auch einer meiner prägensten Erlebnisse als junger Dentagejournalist, als ich mal eben in Forzheim eines dieser von dir genannten namenhaften Unternehmen besuchen durfte und dann die Goldproduktion oder Gold weiterverarbeitet war es ja nicht.

00:19:35: Das kann man nicht anders sagen wie damit Edelmetallen handiert wird Mit Schätzen.

00:19:45: Ja, großen Werten, hohen Werten.

00:19:48: So nun einfach genug erstmal der Schleicherung.

00:19:50: wieder zu dir lieber Andreas.

00:19:52: Erzähl der Community doch mal etwas über deine zahntechnische Laufbahn?

00:19:57: Ja gerne!

00:19:59: Ich habe in three-und achtzig mit sechzehn Jahren meinen Zahntechnikerlehre in Ulm begonnen.

00:20:07: Damals war Zahn Techniker ein sehr begehrter Beruf, circa vierzig Bewerbungen auf Ein Ausbildungsplatz waren ganz normal.

00:20:16: Ich lebte und lebe heute noch in Leutkirche, Malgäu und bin dann dreieinhalb Jahre die Zeit der Ausbildung jeden Morgen viertel vor sechs aus dem Haus, sechs Uhr, achtzehn mit dem Zug nach Ulm und dann am Abend neunzehntreißig wieder zu Hause gewesen.

00:20:34: das war eine sehr lange Tage Und nach meiner Lehre bin ich erst mal vier Jahre nicht mehr zugefahren, weil ich es einfach gehasst habe.

00:20:43: Verstehe ich total.

00:20:46: Ich weiß noch im ersten Lehrjahr war mein Lohn dreihundert acht D-Mark und vierzig Pfennige.

00:20:53: Das hat sich dann pro Lehrjahre um sette fuchzig D Mark gesteigert.

00:20:57: Wow!

00:20:57: Da kann man aber abgehen?

00:21:00: Ja.

00:21:01: Ich hab danach als Sandtechniker gearbeitet.

00:21:04: Bin dann für zwei Jahre zur Bundeswehr nach Weingarten bei Ravensburg in eine Zahnstation gegangen, habe dann dort auch als Zahnarzthelfer arbeiten dürfen.

00:21:14: Ich hab mich da mit meinem Oberstabsarzt sehr gut verstanden.

00:21:18: Das war ne wirklich tolle Zeit!

00:21:20: Wir haben auch mal am Nachmittag immer einmal gemeinsam radern gegangen und während derzeit war auch einer der vielen Gesundheitsreformen.

00:21:30: ich habe dann nach meinem Dienst bis spät in der Nacht im gewerblichen Labor gearbeitet durfte dann auch die ein oder andere Arbeit aus dem gewerblichen Labor mit in die Kaserne nehmen und dort arbeiten.

00:21:44: Das war sehr intensiv, aber es war auch eine wirklich schöne Zeit.

00:21:49: nach meiner Bundeswehrzeit bin ich dann wieder ins Labor habe aber für mich festgestellt so schön die ganze Zahntechniketätigkeit war.

00:21:59: meine Talente waren nicht unbedingt dafür gemacht.

00:22:05: Ich hab schon zu meiner Lehrzeit bin ich auf die EDS gefahren und die hat mich damals schon fasziniert, diese ganzen schönen Messestände.

00:22:15: Und wie die Produkte da präsentiert worden sind.

00:22:19: Ich bin dann in den Vertrieb gegangen.

00:22:23: von den Teilprodukten war dann bis Die hatten damals auch hauptsächlich Elimitaldentalregierung und Gussgeräte.

00:22:38: Und solche Sachen tätig.

00:22:42: Ich sage immer, das waren die goldenen Zeiten wie schon gesagt

00:22:47: von Leutkirch aus.

00:22:48: oder bist du dann da?

00:22:49: Ja,

00:22:51: ich war in LeutKirch.

00:22:52: Das war mein Fixpunkt.

00:22:55: Hab mir aber dann in München eine Wohnung gekauft unter der Woche in Münche gewohnt, weil ich für den Bereich München und Oberbayern verantwortlich war.

00:23:07: Auch keine dumme Sache damals, eine Wohnung in München zu kaufen?

00:23:11: Ja

00:23:11: das stimmt!

00:23:13: Es war kein schlechtes Geschäft.

00:23:14: die habe ich nicht mehr aber die konnte ich dann sehr gut viele Jahre später wieder verkaufen.

00:23:21: ja und in dieser Zeit, Und der beste Außendienstler von Herr Reus hat über eine Tonne verkauft.

00:23:37: Das war der Herr Glasmann, das war so unser Star, der hat es also tatsächlich geschafft über eine tonne Dentalregierung pro Jahr in Nordrhein-Westfalen war er ganzesig zu verkaufen.

00:23:51: Das sind natürlich dann so Zahlen.

00:23:52: ich glaube da kann ich mir schon vorstellen dass pusht ein bisschen, da schaut man mal hin der eine Tonnemann.

00:23:59: Ja ja Bei mir waren es so, glaube ich, so vierhundertfünfzig Kilo oder so.

00:24:04: Was auch wahnsinnig viel war.

00:24:06: Krass!

00:24:07: Heißt krass?

00:24:09: Ja und dann hat mir ein Freund, in der wir eine Partnerschaft angeboten in seinem Immobilienunternehmen für Gewerbeimmobilien haben.

00:24:20: Ich wollte schon immer selbstständig sein und habe diese Gelegenheit dann angenommen und bin als Branchenfrender in einer komplett neuen Branche gegangen.

00:24:33: Das war also Verkauf und Vermietung von Gewerbimmobilien, Lagerhallen oder Büroflächen

00:24:39: in München?

00:24:40: In München!

00:24:42: Und das war eine Zeit... Da war der neue Markt und da war wirklich Goldgräberstimmung in diesem Markt und es war super spannend.

00:24:54: Der neue Markt hat sehr viel Geld gehabt.

00:24:55: die diese Firmen waren alle toll finanziert und die haben alle dringend die schönsten Büroflächen benötigt.

00:25:04: Die Leerstandsquote in München war zu dem Zeitpunkt bei Büro Flächen unter einem Prozent, das heißt du hast gute Kontakte benötigst zu den Vermietern und die hatte mein Freund und da haben wir eine gute Zeit wirklich eine sehr gute Zeit gehabt.

00:25:20: Und die gesamte Vermietungsleistung damals war pro Jahr von insgesamt ja also nicht von unserem Büro waren Bürofläche, war sonst eine Riesenmenge.

00:25:34: Die da vermietet worden ist.

00:25:36: Ob Gold oder Fläche ist doch egal!

00:25:42: Ja und der neue Markt ist ja dann geplatzt und dann war auf einen Schlag die Vermietungsleistung

00:25:48: nur noch

00:25:49: ein Drittel also knapp vierhunderttausend Quadratmeter.

00:25:51: und das die folgenden Jahre waren auch eine schwere Zeit.

00:25:55: wir hatten schon für so'n Markler knapp zwanzig Mitarbeiter und es ist dann schon auch ein hohe Kostenblock.

00:26:02: Ach, zwanzig Mitarbeiter.

00:26:03: Er war so eine Truppe?

00:26:03: Klar, wenn man so viel bedienen muss, klar geht das nicht in der Kleinau.

00:26:07: Ja und das war eine schwierige Zeit.

00:26:10: da habe ich mir dann auch tatsächlich zwei Jahre lang gearbeitet und kein Gehalt ausbezahlt um einfach unsere Löhne und die Kosten, die wir da so hatten bündlich zu bedienen.

00:26:22: In der Zeit habe ich dann erkannt dass das mit meinem Freund- und Geschäftspartner keine Zukunft hat von einem Personalberater für eine Position bei einer Schweizer Scheideranstalt angesprochen.

00:26:37: Und mit meinem Vertriebs-Background, mit meinem zahntechnischen Background und meiner Erfahrung auch als Unternehmer bin ich dann zu Metaloor den Teil nach Neuschatel in die Schweiz gegangen.

00:26:52: Das war dann im Jahr two-thausend drei.

00:26:54: Metaloore war zu dem Zeitpunkt mitten in der Umstrukturierung.

00:26:58: Ich hatte dort gestartet, vor dem Hintergrund eine Tochtergesellschaft zu gründen und aufzubauen.

00:27:05: Und das Projekt habe ich dann in einem Businessplan erarbeitet und vorgestellt und dann wurde das relativ schnell gestoppt.

00:27:14: Okay.

00:27:15: Ja, da war die Frage was macht man jetzt mit dem Andreas?

00:27:19: Dann wurde ich in den Vertrieb bei der Deutschen Tochter Metallorvental Deutschland GmbH damals am Rote Bühlplatz in Stuttgart eingesetzt, wurde da Geschäftsführer und bin aber in der Schweiz angestellt geblieben und wurde dann auch tatsächlich CEO der Metall-Odental Schweizer AG.

00:27:42: Wow!

00:27:44: Das war brutale intensive Zeit.

00:27:45: ich bin hier aus Leukerich, weil man so meine Homebays ganz in der Früh am Montag los um dann um neuen Büro zu sein in Nechartel Wahnsinn.

00:27:57: Und war dann so von Montag bis Donnerstag dort oder auch dann später weltweit bei den Tochtergesellschaften unterwegs, wie Metaward damals acht Tochter-Gesellschaften gehabt, für die ich dann auch mit verantwortlich war.

00:28:13: War dann in Personalunion aber immer noch der Geschäftsführer der Deutschen Tochter und bin dann am Freitag.

00:28:19: Freitags waren wir meinen Stuttgart Tag.

00:28:21: Bin nach Stuttgarten gefahren um dann halt die deutsche Tochter zu führen.

00:28:26: Du bist viel auf der Straße oder auf den Schienen?

00:28:28: Ja, dann nicht mehr auf dem Schienen.

00:28:30: Das war eher die Straße oder das Flugzeug.

00:28:35: Das waren also meine intensivste Zeit in meinem Arbeitsleben.

00:28:41: Ich durfte und musste da auch sehr viel lernen.

00:28:44: Bin ja von der Ausbildung Hürze antechniker in Anführungszeichen.

00:28:48: Hatte aber tolle Kollegen, die mich da auch stark unterstützt haben und gefördert haben.

00:28:54: Mein Englisch war am Anfang auf Schulniveau, das musste ich sehr schnell verbessern.

00:28:59: Ich war nicht gewohnt vor vielen Menschen frei zu sprechen.

00:29:04: Das war so mit meiner größten Herausforderung.

00:29:07: Das habe ich in der Schule so nicht gelernt und ist mir wirklich schwer gefallen.

00:29:13: Heute kein Problem mehr wenn man das ein paar mal gemacht hat aber damals war es einfach ein Thema.

00:29:19: Ja wir haben es aber geschafft die Metallardental zu stabilisieren und wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

00:29:25: In den letzten Jahren wurde die Metallor Dental an die Sondremetto.

00:29:30: Auch eine Schweizer Scheideanstalt, also in der es ca.

00:29:32: von fünf Kilometer entfernt ist.

00:29:33: Die

00:29:35: Sondrimetto heißt Asche und Metalle.

00:29:37: Sie kommt aus dieser Zeit auch aus der Scheideanstalten.

00:29:43: Dann bin ich mit meinen Metallor-Kollegen nach Biel umgezogen.

00:29:47: Dort waren sie ansässig und wurde dann dort stellvertretender CEO.

00:29:54: Und die Zusammenführung der Gesellschaften hat eigentlich überall weltweit gut funktioniert.

00:30:00: Wir waren in Ländern mit Tochtergesellschaften aktiv, in denen Sondrimethod nur ein Händler hatte und da hatte man das gut zusammenführen können und umgedreht.

00:30:08: Unsere Händlern dann dort zusammengeführt mit deren Tochter-Gesellschaften.

00:30:14: Das hat alles super gepasst – nur in Deutschland nicht!

00:30:19: Dort wurde tatsächlich gegen die Empfehlung meiner Chefin Und auch meiner Empfehlung beschlossen, die Organisation zu schließen und mit dem Distributor der Sondermeto zu fusionieren.

00:30:35: Ich musste dann in meiner Funktion als Geschäftsführer die Entlassungen der Mitarbeiter durchführen.

00:30:44: Dann wurde in drei Monaten Fahrtbereitungszeit mit der Presseu zu dem Zeitpunkt gegründet.

00:30:51: Als Medizinproduktehersteller für Elmetall-Dentalregierung zertifiziert.

00:30:57: Und am siebten Januar, Zwei-Tausendzehn wurde die erste Elmetallebenlieferung versendet.

00:31:04: Das war also auch ein heißer Ritt.

00:31:08: Das wäre heute so gar nicht mehr möglich weil die benannten Stellen das in dieser Schnelligkeit überhaupt nicht mehr wachen können.

00:31:16: Heute kannst du auch relativ schwer nur noch als Hersteller auftreten, weil sich die Regularien durch die MDR sehr stark verändert haben.

00:31:26: Ja, echt?

00:31:26: Also alles in Eier wirklich... Ich hab so ein bisschen Haare nach hinten geföhnt.

00:31:33: also wir haben jetzt die ganze Zeit mit zum alten Bulli Vollgas ist ja nicht so schnell beim Bulli aber auf jeden Fall Vollgas unterwegs gewesen und mir der Winter durch dieses kleine Kippfenster die ganzezeit ins Gesicht gewählt zu kommen.

00:31:49: Da war was los.

00:31:52: Okay, das weiß ich gar nicht.

00:31:53: Ob ich mich jetzt überhaupt... ob es nicht total akquatsch ist, dich das zu fragen?

00:31:56: Aber wenn du jetzt auf die Jahre, die du nun der dentalen Branche gewibnet hast zurückblickst, was war da dann dein prägendes Erlebnis?

00:32:06: Also irgendwie für mich hört sich das jetzt an schwerer eins rauszupackend picken.

00:32:10: Die Summe ist es!

00:32:11: Ja, es ist ja auch wirklich die Summe.

00:32:13: also so dass das eine prägende Erlebnis, das fällt mir jetzt gar nicht ein.

00:32:20: vielleicht Ein Besuch auf der EDS in den späten Achtzigern, hier habe ich eine Fräsmaschine vom Herrn Francois du Ré gesehen.

00:32:32: Mit entsprechenden Ergebnissen zur Schau gestellt die einfach bei Weitem noch nicht an dem damaligen Standard der Gusttechnik angekommen sind.

00:32:45: und ich denke da war ich nicht allein zu dieser Zeit und hab diese Technologie eigentlich belächelt.

00:32:52: Da stand sie die Zäsur, die aber noch ein paar Jahre brauchte.

00:32:56: Das

00:32:56: hat dann auch ein bisschen gedauert, aber wie wir alle heute wissen ist es einfach komplett anders gekommen.

00:33:03: und das gleiche gilt ja auch für den D-ID Druck wenn du dir mal überlegst dass die Pioniere schon Mitte der achtziger Jahre Patente angemeldet haben in dem Bereich Und jetzt im Detailbereich Ich sag jetzt mal, maximal seit zwölf, dreizehn Jahren damit konfrontiert sind.

00:33:26: Also, dreißig Jahre später haben wir uns bei Mitterbresö den ersten Formlabs.

00:33:30: Das war so der Drucker, den es damals gab gekauft um da ein bisschen zu spielen und unsere ersten Erfahrungen gemacht.

00:33:39: Dann entschieden haben das ist ein tolles Thema.

00:33:41: Da wollen wir loslegen!

00:33:43: Und das hat mich insofern geprägt dass die Veränderung zu unserem Leben gehört Und wir uns stetig entwickeln müssen.

00:33:50: Das ist im privaten genauso wie in den beruflichen.

00:33:54: Wir können wenige Dinge festhalten, wir müssen immer daran arbeiten dass das bestehende erhalten bleibt oder uns auch weiterentwickeln oder

00:34:06: sich entwickeln.

00:34:08: Ja, eine Entwicklung kann auch immer wieder ein Rückschritt sein und dann aus der Position heraus einen nächsten Schub zu machen.

00:34:12: Aber die Zahntechnik hatte ich da sogar damals in meiner Lehre wahrgenommen ist halt jetzt nicht unbedingt so ein Gewerke gewesen.

00:34:20: das muss jetzt aufpassen.

00:34:20: innovativ waren sie ja irgendwie schon aber Sie waren auch traditionellisten.

00:34:25: Das war ein

00:34:25: Handwerk.

00:34:26: Genau man hat da sehr an diesen Handwerktechniken festgehalten.

00:34:30: Man war ja ein Held.

00:34:31: So wie im Verkauf, wenn man irgendwie eine Tonne Gold verkauft hat, war man halt ein Held.

00:34:35: Wenn man irgendwie ne groß weitspanne Gebrücke aus einer EM-Legierung gießen konnte und die hat sich dann wunderbar aufs Modell setzen lassen was man dafür einen Aufwand betrieben hat.

00:34:44: Einen manuellen Aufwand mit Lötmodell und haste nicht gesehen und Ausgleichsmodellen also... Bücher wurden darüber geschrieben über Gusttechniken und das wurde natürlich gefeiert von der Branche.

00:34:57: Dann kamen die keramischen Verblend-Techniken, dann kamen den großen Namen, die da sind auf eine neue Stufe gehoben haben.

00:35:04: Da war dann irgendwie kein Platz für so was wie so ne Maschine vom Dürre, der dann irgendwie in Wolken Kokoksheim unterwegs war.

00:35:13: Echt krass!

00:35:15: Aber ja wir wissen es ist angekommen und ich würde auch sagen bereichert unsere branche.

00:35:25: Ja, es ist halt alles was digitales muss ja nicht immer gut sein.

00:35:28: Ich glaube das waren vorher schon auch eine ganze Menge Dinge vielleicht sogar besser als sie heute sind.

00:35:35: Genau man darf nicht immer gleich hergehen und substituieren und sagen yeah da hatte mich der Selbstschweiger mal so geprägt.

00:35:41: er gesagt hat also es muss halt immer dann das neue muss wirklich dann auch entweder gleich gut oder auch sogar noch medial halt besser sein als die alte Technologie.

00:35:51: Hat sie das Zeug dazu, sich durchzusetzen?

00:35:54: Ja.

00:35:54: Denn nur Edelmitteil nimmt es der.

00:35:57: Bei der Bundeswehr habe ich mir selber Inlays gemacht.

00:36:01: Die sind nicht mehr alle drin aber da sind immer noch welche drin und die sind ja auch schon vierzig Jahre.

00:36:06: Wahnsinn!

00:36:07: Und das gibt's heute.

00:36:08: in dieser Form glaube ich nicht mehr, dass eine Zirkunkone vierzig Jahre hält oder Inlay vierzig Ja,

00:36:17: wird gar nicht so vorausgesetzt.

00:36:18: Das wird einfach eine andere Heitwärtszeit gleich kommuniziert.

00:36:23: Aber ja das war ein sehr gutes Restaurationsmaterial oder ist es?

00:36:28: Absolut!

00:36:29: Ist immer noch.

00:36:31: Wenn's nur nicht so teuer wäre.

00:36:35: Okay jetzt kannst du ja schon wirklich auf eine Zeit einige Zeit zurückblicken.

00:36:40: und wie beurteiltest du die zukünftige Entwicklung im zahntinigen Handwerk im Allgemeinen sowie in Deutschland und wie wird der Zahnersatz der Zukunft hergestellt?

00:36:50: Unter diesem Zusammenhang, sorry wenn ich jetzt hier so einen riesigen Ding hier platziere.

00:36:54: Wie beurteilt es zu die zukünftige Entwicklung der zahltechnischen Betriebe in Deutschland?

00:36:58: Und welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Lieferanten der zahntischen Betrieb also so Unternehmen wie Metaupressure?

00:37:05: Das ist eine spannende Frage, die auch uns beschäftigt.

00:37:10: Wo ist unser Platz als Lieferant für die Zahntechnik in fünf Jahren?

00:37:16: Wir haben heute circa siebentausend gewerberiche zahntechnische Betriebe in Deutschland.

00:37:22: Die Anzahl der Betrieben schrumpft im Schnitt um ca.

00:37:26: drei Prozent,

00:37:27: d.h.,

00:37:28: in den letzten fünf Jahren sind es fünfzehn Prozent weniger Betriebeln in der Summe und das bei steigenden Branchenumsatz von circa drei Prozent also plus fünfzehnt Prozent in fünf Jahren.

00:37:42: Das ist so die Zahlen, die wir so recherchiert haben.

00:37:47: Und von diesen Betrieben in Deutschland sind einundsechzig Prozent Kleinbetriebe oder Kleingetriebe mit weniger als fünfhunderttausend Euro Jahresumsatz.

00:37:58: Die machen

00:37:59: nur

00:38:00: achtzehn Prozent, in Anführungszeichen nur weil sie einundsächzig Prozent Betriebe sind, nur acht Zehn Prozent vom Gesamtumsatz.

00:38:07: Diese Betriebel denke ich werden meist keine Nachfolgelösung finden und die werden sicherlich weniger werden.

00:38:16: Und dann haben wir so diese Mittelschicht zwischen mittleren und größeren Betrieben.

00:38:20: Das sind ungefähr achtunddreißig Prozent der Betriebe, die UD-Wirtschaften immerhin neunundfünfzig Prozent vom Branchenumsatz.

00:38:30: Dann haben wir noch die Großbetriebe mit größer fünf Millionen Jahresumsatz.

00:38:35: das ist um die ein Prozent der betriebe.

00:38:38: Die machen aber dreiundzwanzig Prozent des Gesamtumsatzes.

00:38:43: Dann bilden sich Laborketten Arxisketten mit angeschlossenen Laboratorien.

00:38:49: Da gibt es noch Auslandszahnersatz, das ist so ein bisschen Blackbox da spricht man nicht so drüber.

00:38:56: Die findet gar nicht statt!

00:38:58: Ja genau.

00:39:00: Das kannst du jetzt irgendwo zwischen zehn und dreißig Prozent einordnen und so denke ich wird sich der Branchenumsatz zusammensetzen.

00:39:09: Wir sind jetzt traditionell eher Lieferant der kleinen Betriebe gewesen.

00:39:15: Auch durch unsere Produktausrichtung, mit den feinen Schweizer Illmetalln haben wir aber jetzt uns in den letzten Jahren auch ein Portfolio aufgebaut, dass wir die mittleren und größeren Betriebe bedienen können.

00:39:31: Und auch große Betrieber bedienen kann.

00:39:33: Wenn du jetzt so schaust Nord-Süd ist es schon so, dass es im Norden doch relevant viele große Betrieben gibt Die, die wir hier im Süden noch gar nicht so haben.

00:39:46: Bei uns ist es eher kleinteiliger hier im süden.

00:39:50: Ich glaube aber dass sich das auch verändern wird weil die kleinsten Kleinbetriebe können Auch die Investitionen in der Form gar nicht mehr tätigen die gemacht werden müssen um digitale Zahntechnik In der Breite anbieten zu können.

00:40:06: Ja das eine Herausforderung für jeden Laboienhaber Aber natürlich auch für einen Lieferanten wie uns

00:40:13: Auch fürs Gesundheitssystem, wenn sich das für mich anhört.

00:40:18: Insgesamt ist die Entwicklung der Gesamtbranche stabil, allerdings weniger Zahntechniker und weniger Betriebe machen diesen Porsche-Umsatz und es ist natürlich auch mit der Digitalisierung zu tun.

00:40:35: Also die Zukunft des zahntehniger Handwerks... ist dann ganz klar Richtung digital.

00:40:42: und in dem Zusammenhang wird ja auch immer wieder gesagt also bei den Tendenzen, dass es die Nachfrage gleich bis gleiches besteigt aber eben immer weniger Leute machen.

00:40:52: Und da kommt ja immer irgendwie so dieses Ja.

00:40:55: dafür gibt's ja Catcam Also würde ich das quasi unterstreichen, dass das Genau

00:40:59: diese Maschinen ja.

00:41:00: Das ist die Maschine die ein Großteil auffangen.

00:41:03: Die ja auch produktiv tätig sind.

00:41:05: Aber nicht Stellen abbauen sondern diesen Gap schließen können?

00:41:13: Ja, ich denke also es gibt ja auch... Ich weiß jetzt nicht wie viel Prozent aber es gibt immer weniger Zahntechniker.

00:41:21: Aktuelles gibt's glaube ich fünftausend Lehrlinge in Deutschland insgesamt.

00:41:27: Der Nachwuchs fehlt der Beruf muss glaube ich auch besser bezahlt werden.

00:41:35: Die Attraktivität steigt das Wund aber kommen müssen.

00:41:40: Im Moment ist es schwierig, weil man halt in diesem Kassenkorsett hängt und die Preise nicht frei bestimmen kann wie das alle anderen Handwerksbereiche machen können.

00:41:52: aber das wird wahrscheinlich zwingend kommen müssen Und der Markt wird regeln durch einfach eine Nachfrage die da ist.

00:42:04: wenn dann das Angebot Zahnersatz herzustellen geringer wird können vielleicht dann auch die Spreise mal steigen, auch im Kassenbereich.

00:42:16: Das ist eine Hoffnung.

00:42:18: Die Hoffnung spielt schon etwas länger ja aber teilweise bekommt man es ja auch schon so ein bisschen gespiegelt was weiß ich aber nicht wie das unbedingt in diesem ganzen Gefüge einordnen soll.

00:42:30: die Gehaltsvorstellungen der Zartennikerinnen betrifft Dass ein neues Selbstbewusstsein so ein bisschen erwacht, von wegen ich werde er gebraucht.

00:42:44: In der jetzigen Situation teilweise so förderlich ist wenn man dann halt zu hoch einsteigt weil das ganze muss ja irgendwie auch wirtschaftlich abbildbar sein.

00:42:53: aber ja das ist die Challenge, das ist der Markt, das muss sich jetzt alles irgendwie finden und fügen.

00:42:59: Ja, wir sitzen ja in Stuttgart und haben da auch ein relativ hohes Gehaltsgefüge aufgrund der tollen Industrie die da ansässig ist.

00:43:10: Schön!

00:43:12: Und das ist natürlich auch ein Wettbewerb indem wir als kleines Unternehmen stehen im Bürobereich guckst dass du findest mittlerweile wieder besser Mitarbeiter.

00:43:26: Aber Zahntechnik, wir haben ja so einen kleinen Fertigungsbereich wo wir auch Dienstleistungen machen für unsere Kunden.

00:43:33: Zahntechniker zu finden ist wirklich extrem schwer und ganz schwer wird es dann noch... Wir haben ja ein Support.

00:43:41: Da brauchen wir Zahintechniker die digital Support-Kentnisse haben als jetzt nicht nur Anwenderkenntnisse.

00:43:49: Das ist fast unmöglich da jemanden passenden zu finden.

00:43:54: Die musste dann ausbilden.

00:43:56: Ja, das ist tatsächlich dieser War for Talents der sich da ja auch in der Industrie oder bei Händlern widerspiegelt.

00:44:04: alle kämpfen um die paar wenigen Verbliebenen, ne?

00:44:08: Ja und die Preise sind hoch.

00:44:12: Ja dann haben wir noch künstliche Intelligenz.

00:44:14: Genau!

00:44:15: Die Zahntechnik sicherlich auch ein Stück weit verändern.

00:44:17: ich glaube aber... ...die KI wird jetzt auch den Bereich nicht ersetzen oder die Menschen nicht ersetzten.

00:44:24: Sie wird diejenigen unterstützen, die bereit sind.

00:44:27: Sie sind voll einzusetzen?

00:44:29: Das ist keine Science-Fiction mehr.

00:44:31: das findet er schon statt.

00:44:32: Ja genau Da sind wir ja schon fast so dass er die KI wieder sagt ich mache es mal kurz eine Pause habe ich erst gestern gelesen im Ticker das ist irgendwie ein großer Bot wurde jetzt erstmal quasi vom Netz genommen weil er sich so ein bisschen verspreubelt hat

00:44:49: Resetten

00:44:52: Und ich denke mal, das wird irgendwie auch noch auf uns zukommen.

00:44:54: Aber klar, das Ganze bietet extrem viel Potenzial, wenn wir es dann eben wirklich auch richtig zu eins schätzen und zu nutzen wissen, dass ist halt immer diese Challenge wie bei Cutcome damals.

00:45:06: nicht sagen ja, da stellt man jetzt irgendjemand von der Straße hin, der kann jetzt da auf den Knopf drücken, dann fallen da Kronen raus, sondern der, der das ganze bedient muss natürlich was von seinem Job verstehen?

00:45:15: Ich glaube, das bleibt doch.

00:45:17: Das bleibt

00:45:17: so.

00:45:20: Und die KI kann heute schon Skendaten analysieren, Präparationsgrenzen markieren, Konstruktionen vorschlagen.

00:45:28: Das ist Heutassistenz, das wird morgen wahrscheinlich Fundament vom digitalen Prozess sein.

00:45:34: Die Frage ist nur wie setzen wir dann?

00:45:36: Die KI sind voll ein und wie können sie uns allen nützen?

00:45:40: Dann haben wir das Thema Cloud und globale Zusammenarbeit, wo sicherlich die Wertschöpfung auch bei Zahnersatz verändern.

00:45:51: kennen keine Landesgrenzen.

00:45:53: Es ist überhaupt gar kein Problem im Datensatz in Sekunden schnelle nach Amerika zu schicken oder was weiß ich wohin?

00:46:00: Ich glaube, dass das Wissen dann dort entsteht wo die Menschen vernetzt zusammenarbeiten und so das Bild des deutschen Dentaler als geschlossene Raum wird sich immer mehr auflösen.

00:46:13: durch diesen sehr schnellen Transfer digitaler Daten können Konstruktion und Fertigung auch räumlich getrennt und externe Spezialisten flexibel eingebunden werden.

00:46:25: Und Qualität und Effizienz werden da zum Maßstab, nicht mehr der physische Standort.

00:46:31: Da wird es auch Veränderungen geben.

00:46:34: Wenn wir heute mit unseren Kunden sprechen, dann lautet die Frage immer öfter Systemkompatibilität und Sicherheit?

00:46:44: Wie kommunizieren die unterschiedlichen Hard- und Softwaresysteme reibungslos miteinander?

00:46:51: lassen sich die bestehende Infrastrukturen zukunftssicher integrieren und ist es skalierbar.

00:47:01: Es kommt immer mehr dazu, dass die Kunden einen Prozess kaufen weil wenn der Unterbruch stattfindet also du nicht mehr produzieren kannst kostest so viel Geld Zeit und Nerven das der Mehraufwand dann auch gerechtfertigt sein kann oder ist.

00:47:19: Und da können wir sicher einen Mehrwert bieten.

00:47:23: Also ihr als METO-Pressur springt auch darauf an und bildet das ab?

00:47:29: Ja, wir haben ja im Grunde alle Bereiche in unserem Programm und können die auch miteinander verbinden und dann auch gewährleisten, dass sie vernünftig miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

00:47:45: Die Prozesse passen.

00:47:47: Cool!

00:47:48: Für uns ist es glaube ich so, dass sich der Markt verändert vom reinen Hardware-Kauf zum sogenannten Software as a Service oder Cloud Platform.

00:48:01: Software wird in Zukunft wahrscheinlich weniger einmalig gekauft und lokal installiert als über Abos, Monats oder jährliche Abos übers Internet genutzt werden.

00:48:14: Das wird sich verändern.

00:48:17: Die Daten liegen zentral in der Cloud Update, erfolgen automatisch.

00:48:22: Die Systeme sind auf den jeweiligen Geräten jederzeit verfügbar.

00:48:27: Diese Modelle werden von verschiedenen Anbietern bereits praktiziert und die Kunden kaufen nicht mehr nur einen Scanner sondern haben Zugang zu einem digitalen Ökosystem Und das garantiert natürlich den Anbietern, die da ja auch großes Interesse daran haben.

00:48:52: Dauerhaften Kundenkontakt und kontinuierliche Einnahmen in ihrem Ökosystem.

00:48:59: Während man als Käufer dann stets Zugang zu den aktuellsten Technologien hat.

00:49:04: Das ist ein Win-win für alle Beteiligten!

00:49:07: Ich glaube dass sich hier gerade in der zahnärztlichen Praxis durch diese Angebote Wertschöpfungswege verändern werden, weil die Praxen natürlich da befähigt werden mit diesen Lösungen auch andere Wege zu gehen.

00:49:24: Ja

00:49:26: definitiv das ist ja auch ein bisschen so.

00:49:28: das Bauchschmerzthema von...

00:49:31: Das ist auch ein Bauch schmerzthema für uns, unsere Kunden sind ja die Laborateuen und es zwingt uns auch zur Anpassung und wir müssen auch vom reinen Logistik-Dienstleister physischer Güter also Warenlieferung bis zur Bereitstellung von diesen digitalen Infrastrukturen und prozessbegleitenden Dienstleistungen kommen.

00:49:55: Gar nicht so einfach für uns als Mittelständer, für die Zahntechnik.

00:50:01: Ich glaube auch dass das nicht so schnell kommen wird.

00:50:05: Das geschieht alles nicht von heute auf morgen Und wir können diese Entwicklung Schritt-für-Schritt begleiten.

00:50:12: Wir müssen nur die richtigen Schritte machen.

00:50:14: da dürfen wir keine Fehler machen also immer zu klein und sie die falsche Richtung entwickeln dürfen.

00:50:22: Verstehe, ja.

00:50:24: Ja.

00:50:24: Vorsichtig unterwegs sein.

00:50:26: Herausfordernde Zeiten auf allen Ebenen nicht nur in unserer Bubble.

00:50:34: Dann möchte ich mal dieses schwerere Thema ein bisschen verlassen und dich mit einem Post einer Facebook-Userin den ich auf deiner Seite wahrgenommen oder entnommen habe ansprechen, der dieses Post zufolge du damals mit der Wilden Hilde zusammen auf Darmstädter Partys warst.

00:50:58: Was war da los lieber Andreas?

00:51:00: und wer bitte ist die wilde Hilde?

00:51:04: Ja das ist auch schon lang her.

00:51:06: Frag nicht wie ich darüber gestolpert bin!

00:51:09: Ich musste auch mal selber reingucken in Facebook

00:51:14: Und

00:51:15: ja, das hat damit zu tun.

00:51:18: Die Surf-Freunde von denen ich schon gesprochen habe, die haben damals in Darmstadt studiert und sie haben damals legendäre Partys organisiert.

00:51:29: Die Ilde Hilde war damals meine Freundin und ist heute seit einunddreißig Jahren meine Frau.

00:51:36: Nein!

00:51:37: Das ist sehr cool.

00:51:39: Genau.

00:51:39: Sie sind jetzt, glaube ich, sechsunddreißig Jahre zusammen Die wichtigste Entscheidung in meinem Leben und ich glaube auch, wenn man in einer langfristigen Partnerschaft leben möchte dann ist die Partnerwahl mit die wichtigste Entscheidungen.

00:51:56: Da brauchst du Glück!

00:51:57: Und ich habe großes Glück gehabt.

00:51:59: Du hast ja deinen Gegenüber, dein Partner.

00:52:02: Du weißt ja nie was am Schluss draus wird und wir haben es geschafft dass mir jetzt eine dreißig Jahre den gemeinsamen Weg gehen.

00:52:12: Ich bin sehr glücklich, ich hoffe die Hülle ist auch sehr glücklich.

00:52:16: Die hat als Bankhauffrau lange Zeit gearbeitet und betreibt seit zehn, zwölf Jahren eine Jogharschule hier bei uns in Leutkirchen.

00:52:26: Bietet auch Yoga-Lehrerinnen aus.

00:52:30: Bildet aus.

00:52:31: wir haben drei Töchter im Alter von sieben und zwanzig, fünfundzwanzig und fünfzehn Jahre.

00:52:40: Die sind wunderbar!

00:52:44: Richtig, das macht total viel Spaß und dafür bin ich sehr dankbar.

00:52:49: Für mich ist die Familie neben der Gesundheit das Wichtigste.

00:52:54: Im Grunde wird alles andere nebensächlich sobald da was nicht passt.

00:52:59: Das

00:53:01: hast du nicht im Griff.

00:53:02: aber wenn das passt dann passt auch der Rest.

00:53:07: Ist egal wieviel Geld er hat oder welches Auto du fährst.

00:53:09: ... musst du immer vor Augen halten, für was machen wir das alles?

00:53:13: Also mit Alles meine ich jetzt eben genau.

00:53:16: Das berufliche.

00:53:18: Das dient ja dann denke ich mal oder hoffe ich wenn man eben in einer familiären Situation ist... Ja dem Auskommen für die Familie.

00:53:27: Dass man der Familie etwas bieten kann und da geht es jetzt gar nicht darum um eben die dicksten Autos zu haben sondern dass das alles, dass es der Familie gut geht.

00:53:33: Wie das dann aussieht, das ist dann Definitionssache Da kann man auch sicherlich mit weniger klar kommen.

00:53:39: aber die Familie muss happy sein

00:53:41: Ja.

00:53:42: Da hast du doch also was gebracht, die Darmstädter-Partys?

00:53:44: Was soll man so

00:53:45: sagen?

00:53:45: Ja,

00:53:46: das ist

00:53:47: eine Allgäuerin aus dem bayerischen Allgau.

00:53:49: Die habe ich da mitgebracht.

00:53:53: Ah,

00:53:55: okay!

00:53:55: Ich dachte sie wäre jetzt auch einer von den Darmstätern Studenten.

00:53:59: Die war dann auch in meinen Surfurlauben immer dabei zu ihrem Leitwesen und

00:54:03: hat

00:54:04: die Tage dann nicht gesurft... Hat dich nicht

00:54:06: gesehen.

00:54:07: ...

00:54:08: am Strand verbracht wurde Sand gestrahlt, wenn der Wind gut war.

00:54:14: Hat da also viel mitgemacht.

00:54:16: aber wir haben auch glaube ich ganz ein Menge Spaß gehabt

00:54:18: sozusagen.

00:54:18: Aber umso cooler dass dein Allgäuer Import Modell so eindrück hinterlassen hat.

00:54:24: auf dem Darmstädter Party muss dann Ausrufezeichen gesetzt haben sehr schön krass.

00:54:32: Wir sind hier ziemlich flott unterwegs, Andreas.

00:54:35: Weil ich sehe gerade wir sind schon bei den letzten beiden Standard-Fragen angekommen die ich ja jedem jeder Gesprächspartner an jeden Gesprächspartner stelle was sich jetzt auch bei dir tun werden würde.

00:54:48: bist du ready?

00:54:49: Ja bin ready!

00:54:51: Cool war es ist für dich gerade der absolut heißeste Scheiß in der Zahntechnik.

00:54:54: Jetzt bin ich gespannt.

00:54:55: Da habe ich mir echt Gedanken gemacht weil du sehr deine standard fragen.

00:55:02: Es gibt ja viele interessante Themen von Fotogrammetrie, würde ich jetzt sagen ist ein Thema.

00:55:08: Aber es ist nicht in der Zahntechnik sondern eher bei den Zahnärzten ordentlich vor.

00:55:14: Thema was glaube ich für die Zahintechnik aktuell?

00:55:20: der heiße Scheiß?

00:55:21: Es ist Dreidedruck im Polyjet Verfahren.

00:55:26: Warum?

00:55:28: Weil man mit diesem Verfahren in einem Druckvorgang verschiedenste Materialien drucken

00:55:34: kann

00:55:36: und die auch noch in verschiedenen Farben druckt.

00:55:41: Das steht alles erst am Anfang, hat aber echt ein riesiges Potenzial.

00:55:46: ist es heute schon möglich total Prothesen in einem Druckvorgangen zu druckten mit Zähnen Also mit künstlichen Zähnen, die in einem Material gedruckt werden.

00:55:59: Die heute Abpassionswerte haben wie ein Prothesenzahn und aber auch eine Rosa-Prothesenbasis, die dann sogar die Ädderchen schon eingedruckt hat – Mit Namen und was weiß ich?

00:56:12: Alles, was man

00:56:14: wünscht!

00:56:14: Du kannst auch zähne.

00:56:16: Der Seb Schweiger hat das mal schön gesagt du kannst die aufbauen wie einen natürlichen Zahn ... den Tien drucken und über das Tientin einen Schmelz oder ein Hals legen.

00:56:29: Da sind wir relativ am Anfang, glaube ich.

00:56:31: Das ist heute auch schon marktfähig... ...und sind da am Start.

00:56:36: Und wir als Metro-Besset dürfen es auch begleiten.

00:56:39: Ja, ihr begleitet es auch!

00:56:41: Ich

00:56:42: kann sagen, dieses bekannte Unternehmer aus Israel habe ich nämlich erst letzte Woche einen Pressetext dazu bearbeitet.

00:56:47: Und dann hab' ich schon gedacht, wow also, wissen das jetzt wieder nur?

00:56:50: ... markige Sprüche.

00:56:52: oder ist das wirklich möglich?

00:56:53: Weil, dass es ja echt ein Game-Changer der Wunsch des... Ja.

00:56:58: Der in Natur entlehnten generativen Verfahrens also... Dass sich wirklich Zähne wie gewachsen von Dentin über... Ja, in der Mail Junction bis zum Schmelz... Das abbilden kann.

00:57:10: Das ist natürlich spannend!

00:57:13: Also wir sind seit... Ich war erst letzte Woche im Baden-Baden zu einem Workshop in dem Europa Center und das ist immer wieder faszinierend, was jetzt auch außerhalb der Dentartechnik an

00:57:28: Druckmöglichkeiten

00:57:31: besteht.

00:57:32: Du kannst ja heute sogar schon Arterien drucken und die dann bei Menschen einpflanzen.

00:57:40: in der Medizin.

00:57:41: ... in Rücklicht von einem Auto, ... ... drei D-Drucken.

00:57:47: Also das ist ... ... unheimlich was da ausgestellt wird und was da alles

00:57:52: geht.".

00:57:53: Ja, das war mein persönliches Highlight bei der letzten Idee.

00:57:55: Es war der Strathalz des Strandstands... ... und es hatte ich ehrlich gesagt gar nicht auf dem Schirm, weil ich dachte ja, ... ..."Drei D Druck halt mal sehen".

00:58:03: Und dann hatten wir aber auch gerade für diesen Medizinbereich ... ... die Schulung so ... Hautmodelle, wie du das noch angeschaut hast.

00:58:11: Ja

00:58:12: genau.

00:58:12: Die dann wirklich die Haptik und Struktur von einem menschlichen Haut haben und der Witz war, dass es ja dann wenn man's mit dem Skalpel einschneidet sogar blutet.

00:58:20: also da ist ein Blut.

00:58:22: ähnlicher Stoff wird noch mit reingedruckt.

00:58:24: Zum üben.

00:58:25: Wahnsinn!

00:58:26: Also das fand ich echt eindruckend, dass du an die einzelnen Hautschichten sogar so trennen kannst unter kleine Sektionen oder irgendwie üben kannst.

00:58:35: Krass.

00:58:37: Aber wenn du sagst, IDS.

00:58:39: Ich gehe seit ... ich sage jetzt mal zehn, zwölf Jahren gehe ich jedes Jahr im Herbst auf die Formnext nach Frankfurt.

00:58:47: Das ist gerade was das anbelangt eine Messe.

00:58:51: Da kannst du teilweise echt Baugletze staunen Was da alles heute schon drei D gedruckt wird.

00:58:59: Es geht bis zu Turbinen für Flugzeuge.

00:59:01: Ja sehr gut dass du das mal sagst Das fristet nämlich noch so ein bisschen in Schatten da sein, habe ich den Eindruck.

00:59:06: Ich war jetzt auch die letzten drei Jahre relativ neu dazugekommen und mir war dann schon klar dass man auch mal da über den Tellerrand blicken muss.

00:59:15: es ist doch interessant das jetzt doch auch dental also offensichtlich dental Unternehmen immer mehr auf darauf aufmerksam werden.

00:59:23: aber was die Besucher angeht glaube ich könnte die Formen noch ein bisschen mehr dentale Interessenten brauchen.

00:59:31: Also schaut euch das mal an liebe Leute, es

00:59:33: gibt auch wirklich Angebote für den Talgott.

00:59:35: Ja

00:59:37: letztes Jahr war auch das fand ich sehr.

00:59:39: also mein Herz schlägt.

00:59:40: ja dental hatten wir so im Vorfeld auch so eine Art Award ausgeschrieben und ich glaube drei Unternehmungen nenn ich jetzt mal waren damit drauf gelistet.

00:59:51: Das war nicht schon spannend dass unser kleiner Dentalbereich da in der Form Next doch mit drei Themen vertreten war die so innovativ waren mit aufgenommen hat.

01:00:02: Gewonnen haben sie leider nicht, aber immerhin... Aber

01:00:06: dreideedruck ist ja eigentlich für den Prototypenbau ideal und wir in der Zahntechnik machen nur Prototyp.

01:00:13: Wir machen das Ding einmal.

01:00:15: deswegen ist dieser Dreideedrück auch für die Zahntechnik perfekt geeignet.

01:00:22: Du hast einfach additiv, du hast keinen Verbrauch am Material keine Werkzeugkosten und kannst Ganz anders gestalten bis nicht abhängig von Fräser, Geometrien etc.

01:00:33: Richtig!

01:00:34: Also see you at the forum next ...

01:00:36: ... ja kann man nur empfehlen.

01:00:38: Sehr gut.

01:00:39: Gut, jetzt sind wir bei der letzten Frage auch sehr spannend.

01:00:43: Wer sollte deiner Meinung nach mal mein Gesprächs-Gast sein und warum?

01:00:48: Ja da habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht.

01:00:52: Du musst doch keinen Namen nennen du kannst auch eine Gruppe...

01:00:55: Ich hab mir zwei Namen überlegt.

01:00:56: die wissen beide nichts davon.

01:00:59: Ich habe also nicht gefragt, ob ... Können wir ja dann mal checken, ob sie Lust haben?

01:01:04: Also das eine ist ja so.

01:01:07: Es gibt ja auch die stilleren Zeitgenossen, die nicht so auf die große Bühne drängen, aber auch richtig was drauf haben.

01:01:16: und da würde ich jetzt meinen Geschäftspartner, den Andreas Meyer sehen.

01:01:21: Der hat ja schon einmal eine Keramikfirma aufgebaut, Ceramei hatte geheißen, die gibt es halt nicht mehr.

01:01:27: Aber das ist ein Zahntechniker der alten Schule, der einen riesen Know-how in der analogen Zahntechnik hat.

01:01:36: Den könnte ich empfehlen?

01:01:37: Ich weiß aber nicht, ob er zum Podcast Lust hat... Versuchen

01:01:40: kann man es!

01:01:40: Das war ein guter Name, stimmt weil der hat einen ganz großen Wissen und Erfahrung.

01:01:47: Absolut.

01:01:50: Alternativ hätte ich dann noch ein Mitbewerber von mir, ein mitbewerbern Kollege den Ralf Ziehreis Der mit seiner Firma Team Zireis in der Vergangenheit schon besondere Wege gegangen ist und heute auch geht, da ein ganz tolles Unternehmen aufgebaut hat.

01:02:05: Und das ist sicherlich auch ein sehr interessanter Gesprächspartner.

01:02:09: Den begleit ich tatsächlich auch schon sehr lange und er hatte bei mir als Jungster damals so einen Ausrufezeichen hinterlassen weil sein Markenauftritt bemerkenswert anders war.

01:02:23: also... Und auch das Unternehmen da in Engelsrand.

01:02:29: Hat eine ähnliche Karriere gemacht, wie ich weiß auch Zahntechniker war auch im Vertrieb an der Tätik hat dann seinen Unternehmen gegründet und pendelt auch in seine Firma.

01:02:38: Pendelt in seiner Firma?

01:02:39: Genau!

01:02:40: Ich pendle ja vom Allgäu nach Stuttgart und er aus München nach Pwazien.

01:02:45: Auch der Switch von Edelmetall zu den vornehmlich digitalen Themen sehr cool Sehr gut.

01:02:55: Danke!

01:02:56: Das ist doch mal ein sehr inspirierendes Gespräch mit dir gewesen, vielen lieben Dank.

01:03:00: Freut mich.

01:03:01: In diesem Sinne lasse ich dich jetzt vom Haken und bin gespannt wie die Community den Andreas Schmidt, den wir hier heute zusammen, den du da von dir preisgegeben hast willkommen heißt.

01:03:14: also du bist ja sehr willkommen in der Branche aber wie sie dann darauf reagiert?

01:03:18: Bin ich auch gespannt.

01:03:20: Herzlichen Dank für die Möglichkeit hier sein zu dürfen.

01:03:24: Lasser Dental App-Inside mit Andreas Schmidt, dem Familienvater, dem Sportler, dem Zahntechniker und dem Unternehmer.

01:03:31: Vielen Dank für's zuhören!

01:03:32: Wenn es euch gefallen hat dann abonniert uns – Es gibt jeden Monat eine neue Folge überall wo es Podcasts gibt.

01:03:38: Und wenn ihr uns auf Spotify oder Apple Podcast hört, dann lasst dort auch gerne einen Bewertor neuer Feedback.

01:03:44: Wenn ihr Anmerkungen oder Fragen zu dieser Folge habt, dann schreibt uns.

01:03:47: Ihr findet uns bei Instagram und Facebook oder schreibt an podcast at quintessins.de.

01:03:53: Alle Links und Adressen findet ihr in den Schonauts.

01:03:56: Ich sage tschüss, bis zum nächsten Mal!